Cannabis Anbau – das richtige Klima entscheidet über den Erfolg!

Cannabis anzubauen bedarf einiger Vorbereitung und eine gute Kenntnis über die optimalen Bedingungen, unter denen die Pflanzen gedeihen können. Eine der wichtigsten dieser Bedingungen ist Wetter.

Verschiedene Cannabis-Sorten brauchen auch ein unterschiedliches Klima um gut wachsen zu können und hier gilt es, sich ausreichend zu informieren und bereits vor dem Samenkauf festgelgt zu haben, wo die Pflanzen gezogen werden sollen.

Je nachdem, ob der Anbau im Freien oder in geschlossenen Räumen geplant ist hat man natürlich unterschiedliche Möglichkeiten für ein gutes Wachstumsklima zu sorgen.

Klima beachten bei Anbau

Will man seine Pflanzen im Freien anbauen, muss man natürlich genau wissen, wie das Klima vor Ort ist. Nur so kann man die richtige Cannabissorte finden, die an dem ausgesuchten Platz auch gut wachsen kann. Deshalb sollte man Cannabissamen auch nicht in einem beliebigen Geschäft kaufen sondern am besten bei einer Samenbank. Hier kann man Ihnen gute Empfehlungen geben, welche Pflanzenarten sich für den eigenen Freiluftplatz eignen und man kann sehr detailliert auf die Bedürfnisse eingehen.

Die richtige Sorte für die Pflanzstelle wird hier genau bestimmt, denn ein erfolgreicher Anbau ist entscheidend davon abhängig, dass die ausgewählte Sorte unter den gegebenen Temperaturen, den lokalen Niederschlägen, den Windverhältnissen und den zu erwartenden Sonnenstunden auch gut gedeihen kann.

Bei der Samenbank können mit diesen Informationen dann verschiedene Sorten empfohlen werden, die hierfür geeignet sind. Allerdings ist der sofortige Erfolg nicht garantiert. Manchmal muss man über mehrere Pflanzsaisons mit verschiedenen Sorten experimentieren, bis man die optimale Pflanze gefunden hat.
Hier kann man sich erst einmal auf die robustesten Sorten, die mit einer Bandbreite an klimatischen Bedingungen zurecht kommen können, beschränken. So haben Sie eine gute Chance, auch ohne bereits ein echter Experte zu sein, bald ein gutes Ergebnis zu erzielen.

Drei Samentypen – normale, feminisierte und Autoflowers – welche sind die richtigen für mich?

Warum Cannabispflanzer sich für eine bestimmte Sorte entscheiden, liegt oftmals auch an gewissen Überzeugungen, die mit dem Cannabisanbau verbunden sind. 
Die normalen Cannabissamen haben eine große und treue Fangemeinde. Sie bevorzugen die besonders natürlichen Sorten und die traditionellen Anbauarten. Andere “Grower” halten nicht so viel von den normalen Samen, weil hier die Bestäubung nicht so einfach sein kann und sie entscheiden sich deshalb für einfachere Pflanzsorten wie die feminisierten Samen oder die Autoflowers.

Die normalen Samen

Entscheidet man sich für die normalen Samen, gibt es einige Besonderheiten zu berücksichtigen. 
Normale Samen werden durch die Befruchtung von männlichen und weiblichen Pflanzen produziert. Die Samen können sich selbst dann wiederum zu einer männlichen oder einer weiblichen Pflanze entwickeln. 
Pflanzt man normale Samen an, hat man allerdings keine Möglichkeit zu wissen, ob aus dem Samen eine männliche oder weibliche Pflanze entsteht. Dies offenbart sich erst mit der Blüte. An der Blüte erkennt man dann das Geschlecht der Pflanze.

Dieser aufwändige Prozess, der auch Geduld erfordert, hat dazu geführt, dass sich einige Cannabisanpflanzer heute stärker auf die feminisierten oder die selbstblühenden Samen konzentrieren. Jedoch nehmen die “Grower”, die die ursprüngliche Aufzucht bevorzugen, den Zusatzaufwand der normalen Samen in Kauf und werden bei vielen Sorten später mit einem besonderen Aroma und einer reichen Ernte belohnt.

Die feminisierten Samen

Feminisierte Samen sind Samen die garantiert ohne männliches Chromosom gezüchtet wurden.
Dies wurde in aufwändigen Zuchtprogrammen erreicht, die aus vielen Testzyklen bestanden und Jahre angedauert haben.
Der Cannabiszüchter, der sich für feminisierte Samen entscheidet, hat damit die Garantie, dass er außschlielich weibliche Pflanzen züchtet.

Die Autoflowers

Autoflowers sind selbstblühende Pflanzen, die auch feminisiert sind. Sie stellen die einfachste Art des Cannabisanbaus dar, bieten eine gute Ertne und eine gute Qualität. Sie sind nicht besonders empfindlich und erfordern auch keine besondere Anpassung im Lichtzyklus. Gerade für Anfänger sind sie eine sehr einfache Alternative.

Verschiedene Sorten für kühles und wärmeres Klima

Cannabissorten, die für kühlere klimatische Verhältnisse geeignet sind, sind hauptsächlich die Indica Sorten. Diese kommen aus den Regionen Nordindien, Nepal und Pakistan. Sie haben sich an das kalte Gebirgsklima angepasst, das im Jahresverlauf viele Temperaturschwankungen und Niederschlagsphasen hat. Sie gehören zu den sehr robusten Cannabis Sorten, die Wind und Regen vertragen und sogar Frost standhalten können.

Kann man den Pflanzen ein wärmeres Klima bieten, gibt es eine größere Auswahl an anbaubaren Sorten. Ideal ist für die meisten Sorten ein mediterranes Klima – hier hat man fast die gesamte Bandbreite an möglichen Sorten zur Auswahl.

In sehr heißen und auch trockenen Regionen, die relativ windstill sind, gedeihen die Afghan Sorten besonders gut. Sie kommen ursprünglich aus Mittelasien und Nordafrika. Auch einige Sorten aus Südamerika fühlen sich hier wohl und gedeihen gut.

Ist das Klima heiss und feucht, bieten sich Sorten aus den Küstenregionen Afrikas, aus Thailand, Hawaii oder Brasilien an. 

Die Keimung

Wenn man Draussen oder Drinnen in der Erde die Samen pflanzen will, steckt man sie ca. 5 mm tief ein, befeuchtet die Erde gut und deckt sie mit Frischhaltefolie ab, damit das Klima schön feucht bleibt. Danach läßt man den Samen zwischen 2 und 10 Tagen Zeit zum Keimen. Danach entfernt mna die Kunststoffolie. Für die Keimung eignen sich neben Erde auch z. B. Baumwolle, spezielle Gelscheiben oder auch Papiertaschentücher.

Temperatur, Licht und Luftfeuchtigkeit

Cannabispflanzen bevorzugen normalerweise Temperaturen unter 30 Grad Celsius. Einige Sorten vertragen auch etwas heißere Temperaturen, sollten dann aber einen eher schattigen Platz zum Wachsen haben.

Die Temperatur ist besonders wichtig für einen funktionierenden Stoffwechsel bei den Pflanzen. Für die meisten Pflanzen ist eine Tagestemperatur zwischen 22 und 28 Grad Celsius und eine Nachttemperatur nicht unter 18 Grad Celsius ideal.

Allgemein läßt sich für Cannabispflanzen folgende Verträglichkeit und Empfindlichkeit bei unterschiedlichen Temperaturen feststellen.

– 0 Grad Celsius: hier erfrieren die meisten Pflanzen 
– unter 10 Grad Celsius stellt die Pflanze das Wachstum vollständig ein. 
– unter 15 Grad Celsius verlangsamt sich der Stoffwechsel der Pflanze deutlich
– über 28 Grad Celsius stellt sich langsam das Wachstum ein, da die Pflanzen sehr viel Wärme abgeben müssen
– über 30 Grad Celsius stellt sich die Photosynthese ein.
– über 40 Grad Celsius können die Pflanzen nur sehr kurz ertragen

Die Wirkstoffe der Pflanze sind generell wärme- und lichtempfindlich. Zu finden sind sie hauptsächlich im Pflanzenharz, das sich sowohl an Blättern als auch an den Blüten befindet. Bei Temperaturen ab 30 Grad Celsius fangen sie jedoch an, sich zu neutralisieren.

Die Pflanzerde sollte optimalerweise eine Temperatur zwischen 18 und 23 Grad Celsius haben. Kleinere Temperaturabweichung kann man jedoch durch wärmeres oder kälteres Giesswasser ausgleichen. Man sollte jedoch darauf achten, daß der Boden nicht über 25 Grad Celsius aufheizt, da er sonst sehr schnell austrocknet.

Die Lichtverhältnisse haben großen Einfluss auf die Blüte der Pflanze.
Pflanzt man in Innenräumen, die man selbst belichten kann, so sind in der Wachstumsphase 18-20 Lichststunden am Tag ideal. Der Wechsel von Tag- und Nachtphasen ist aber für die Pflanze wichtig und man sollte bei künstlicher Beleuchtung täglich zur gleichen Zeit die Tag- und Nachtphase abwechseln. Das geht am Besten mit einer Zeitschaltuhr.
Beginnt die Blühphase, reicht eine Tagesphase von ca. 12 Stunden.

Bei künstlicher Beleuchtung kann man in der Wachstumsphase eine Lichtquelle mit hohem Blauanteil einsetzen. Sehr gut geeignet sind Quecksilber/Joditlampen und auch eine Neonröhre in neutralem Weiss ist gut geeignet.

Rotes Licht ist hingegen in der Blühphase sehr förderlich. Dies immitiert besonders gut die Sommer- und Herbstsonne im Freien, die in diesen Monaten in einem roten Spektrum austrahlt. Dafür sind zur künstlichen Beleuchtung besonders Natriumdampflampen geeignet. Dies sind stark genug, denn die Pflanze kann in der Blühphase bis zu 40 Prozent stärkeres Licht vertragen als in der Wachstumsphase.

Luftfeuchtigkeit drückt sich immer prozentual auf einer Skala von null bis hundert aus. Ein Haarhygrometer misst die Luftfeuchtigkeit zuverlässig. Grundsätzlich verdampft Wasser bei einer hohen Luftfeuchtigkeit langsamer. Dadurch öffnen sich die Pflanzenporen und fördern damit den Nährstofftransport. In der Blühphase sollte man dann die Luftfeuchtigkeit ab der zweiten Blühwoche auf unter 60 % regulieren.

Ist die Luftfeuchtigkeit zu niedrig eingestellt, schließen sich die Pflanzenporen und die der Stoffwechsel der Pflanze kommt zum Stillstand. das Wachstum wird eingestellt.

Cannabispflanzen können sehr empfindlich auf starke Schwankungen in der Luftfeuchtigkeit reagieren. Deshalb sollte man Anpassungen im Übergang der Entwicklungsphasen schrittweise vornehmen und nur max. 10 % am Tag angleichen.

Pflanzt man in geschlossenen Räumen, ist auch die Luftzufuhr ein wichtiges Thema. Die Pflanzen brauchen ausrechend CO2 für die Photosynthese und Sauerstoff für die Wurzeln. Deshalb sollte mna für eine gute Belüftung der Räume sorgen, ggf. sogar ein Zuluft-/Abluftsystem installieren.
Bei einer Aufzucht der Pflanzen ohne ausreichende Luftzufuhr erhöht sich die Temperatur und der CO2-Gehalt sinkt. Durch die erhöhte Temperatur wird eine stärkere Verdunstung ausgelöst und die Pflanze schließt ihre Poren um eine Austrocknung zu vermeiden. Dies blockiert wiederum den Stoffwechsel und damit das Wachstum.

Es gibt also viel zu beachten, wenn man erfolgreich Cannabis anbauen möchte. Wichtig ist eben zuallererst, den Pflanzplatz zu bestimmen und im Außenbereich die klimatischen Verhältnisse zu kennen. Durch die passende Auswahl der richtigen Sorte hat man dann schon einmal eine gute Chance, erfolgreich die Pflanzen ziehen zu können. Im Innenbereich müssen zusätzlich natürlich die klimatischen Bedingungen richtig eingestellt werden und das entsprechende Equipment angeschafft werden.
Durch eine sorgfältige Betreuung und Überwachung der klimatischen Bedingungen während der Zuchtphase hat man dann sicher bald viel Freude an einer guten Ernte !

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