Cannabis richtig düngen – Was tun bei Überdüngung

So wachsen die Pflanzen – Düngen bei Cannabispflanzen

Ausreichend Licht und Wasser sind Grundvoraussetzungen für das Wachstum von Pflanzen. Damit sie stark und kräftig werden, benötigen Pflanzen aber außerdem Nährstoffe, welche sie über die Wurzeln aufnehmen. Das gilt selbstverständlich auch für Cannabispflanzen! Um die Pflanzen bei ihrem Wachstumsprozess zu unterstützen, wird Düngen benötigt. Dieses soll die Pflanze mit allen benötigten Nährstoffen versorgen und außerdem für einen stabilen pH-Wert sorgen, sodass die Pflanze die Nährstoffe auch aufnehmen kann. Das Growmedium sorgt des Weiteren für ein stabiles Wurzelwerk.

Am häufigsten wird herkömmliche Blumenerde als Growmedium für den Anbau von Cannabis genutzt. Sie ist günstig und die perfekte Umgebung für die Wurzeln der Pflanzen. Cannabispflanzen sind, was die Erde angeht, zwar nicht gerade anspruchsvoll, trotzdem sollte man nicht gerade auf die günstigste Discounter-Erde setzen. Oftmals kann man Blumenerde, die bereits vorgedüngt ist, kaufen. Der Vorteil hierbei ist, dass es einem zusätzliche Arbeit mit dem Düngen erspart. Aber Achtung: Auf keinen Fall darf vorgedüngte Blumenerde zur Anzucht der Seeds verwendet werden! Die Samen vertragen die vorgedüngte Erde überhaupt nicht und benötigen stattdessen spezielle Anzuchterde. In der Regel entwickelt der Keimling nach einer bis zwei Wochen so viele Wurzeln, dass er in einen Topf Blumenerde umgesetzt werden kann. Ein Growmedium, das ebenfalls reich an Nährstoffen ist, ist Cocos-Granulat. Es besteht aus Abfällen aus Kokosnussschalen. Es ist umweltfreundlich und sorgt für eine optimale Wasserversorgung der Pflanzen. Vorsicht: Cocos-Granulat enthält kein Düngemittel, sodass von Anfang an zusätzlich gedüngt werden muss.

Das passende Düngemittel

Je nachdem, ob Blumenerde, Cocos-Granulat oder ein anderes Growmedium verwendet wird, muss auch das passende Düngemittel eingesetzt werden. Vorgedüngte Blumenerde lässt sich optimal mit mineralischem Dünger kombinieren. Das Düngemittel sollte allerdings erst hinzugegeben werden, wenn erste Anzeichen eines Nährstoffmangels bei den Pflanzen sichtbar werden. Dann kann eine kleine Menge der Düngemischung in den Topf gegeben werden. Je nachdem wie gut die Pflanze darauf anspricht, sollte dieser Vorgang bis zum Ende der Blütephase immer wieder wiederholt werden. Für Cocos-Granulat gibt es spezielle Cocos-Granulat-Dünger. Am besten werden Cocos-Granulat und Düngemittel vom selben Hersteller gekauft. Wie viel Düngemittel in welcher Wachstumsphase nötig ist, kann ganz einfach den Düngeplänen der Dünger-Hersteller entnommen werden.

Übrigens: Man sollte unbedingt darauf achten, dass den Pflanzen ausreichend große Blumentöpfe oder Gefäße zur Verfügung stehen. Nur so können sich die Wurzeln ausbreiten und die Pflanze sich voll entfalten.

Zu viel Düngen! Wie rettet man die Pflänzchen?

Wer mit dem Growen beginnt, meint es mit dem Düngen zu Beginn oftmals etwas zu gut. Die Folge: Überdüngung! Wer denkt, durch Düngen tut man der Pflanze nur Gutes, irrt sich. Zu viele Nährstoffe können von der Pflanze nämlich nicht verarbeitet werden. Die Folge ist meist ein Verbrennen der Blattränder, die sich dann Stück für Stück auf das gesamte Blatt ausweitet. Das Blatt verfärbt sich bräunlich-gelb. Die Spitzen der Blätter rollen sich nach oben. Achtung: Diese Anzeichen kann man leicht verwechseln und statt von einer Überdüngung auszugehen, denken Grower mit wenig Erfahrung zunächst, es wäre nicht genug Düngemittel verwendet worden.

Maßnahmen, wie die Pflanze gerettet werden kann, nachdem sie überdüngt wurde

  • Im Vorfeld den pH-Wert im Auge behalten: Gemessen werden kann dieser mithilfe eines Drains. Der Wert sollte zwischen 6,0 und 7,0 liegen. Befindet er sich nicht in diesem Bereich, sollte er korrigiert werden.
  • Außerdem den EC-Wert beobachten: Ist der EC-Wert zu hoch, ist die Erde bzw. das Growmedium versalzen. Der Wert steigt in der Regel mit dem Wachstum der Pflanze an. Ist der EC-Wert zu hoch, muss die Erde gespült werden.
  • Vorsicht statt Nachsicht: Die Anweisungen des Düngemittel-Herstellers zum richtigen Düngen sollten unbedingt befolgt werden. So kann eine Überdüngung des Cannabis von Anfang an vermieden werden.
  • Umtopfen: Leidet die Pflanze schon unter zu viel Düngemittel, sollte die Pflanze aus der Erde genommen und in einen Topf mit ungedüngter Erde umgetopft werden. Hat sich die Pflanze erholt, kann wieder langsam mit dem Düngen begonnen werden.
  • Weniger Düngen: Zunächst kann auch versucht werden, einfach kleinere Mengen an Dünger als bisher in die Erde zu geben.
  • Düngemittel wechseln: Evtl. wird auch das falsche Düngemittel eingesetzt. So kann ein anderes Düngemittel die Lösung für das Problem sein.

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