Cannabis mit Screen of Green (SCROG) Methode züchten

Cannabis züchten – Wie geht effektiv und platzsparend?

Der Anbau von Cannabis floriert. Und wo große Gewächshäusern dem geneigten Züchter die Chance geben, viele Pflanze zu züchten und so einen großen Ertrag zu erzielen, gilt dieser Grundsatz beim Anbau Zuhause in der Regel nicht. Hier ist der Platz teilweise sehr begrenzt. Züchter von Cannabis haben immer weiter experimeniert, um aus der Pflanze den bestmöglichen Ertrag herauszuholen. Von genetisch veränderten und sehr widerstandsfähigen Pflanzen, haben in den letzten Jahren auch viele neue und bessere Züchtungsmethoden Einzug ins “Homegrown” gehalten. Und die SCROG Methode ist nur ein Bespiel davon, wie der Anbau Zuhause enorm effektiv und vielseitig gestaltet werden kann. Und genau deswegen soll der nachfolgende Ratgeber Ihnen verraten, wie Sie diese
SCROG Methode benutzen und den Ertrag maximieren können. Daher ist es wichtig zu wissen, in wie weit sich diese Methode von der regulären Variante unterscheidet.

Reguläres Anbauen von Cannabis vs. SCROG Methode

Um zu verstehen, wie effektiv die Screen of Green (SCROG) Methode ist, ist es sicherlich von Vorteil, sich die Unterschiede vor Augen zu führen. Eine normale Cannabiszucht ist vergleichsweise schnell erklärt. Sie ziehen Ihre Cannabispflanzen (Indica, Sativa oder Ruderalis) entweder im Gewächshaus mit viel Licht und Sauerstoff oder Zuhause als Homegrower auf. Zuhause bieten Ihnen Schränke und spezielle Lampen ideale Möglichkeiten, Cannabis auch Zuhause aufziehen und später ernten zu können. Nach dem Anpflanzen, schießen bei entsprechender Pflege die grünen Pflanzen aus dem Boden und gehen nach einer gewissen Zeit, im groben und ganzen abhängig von der jeweiligen Variante der Hanfsamen, in die Erntezeit über. Dann können die Blüten geerntet und weiterverarbeitet werden. Da jedoch in der Regel der geneigte Züchter natürlich nicht nur eine Pflanze anbaut, sind Methoden, die den Ertrag maximieren, sehr gerne genutzt und gesehen.

Bei der SCROG Methode geht es dabei um einen etwas anderen Weg, den Ertrag zu maximieren. Das zeigt sich vor allem in der Wahl der Pflanzen. So werden vornehmlich die weiblichen Pflanzen genutzt, da männliche Pflanzen den “Teppich” der Pflanzen aufgrund späterer Entfernung kaputt machen würde. Egal ob als Teppich oder Baldachin bezeichnet. Es geht bei dieser Methode darum, die Pflanzen nach oben und weniger in die breite wachsen zu lassen. Das bedeutet also, in der Regel kommen hier weniger Pflanzen und größere Töpfe zum Einsatz, der Platz nach oben soll bestmöglich ausgenutzt und die Pflanze bis an den bestmöglichen Ertrag gebracht werden, ein Traum des Züchters. Denn diese Methode hat sich als enorm effektiv herausgestellt. Dabei kommen aber auch Hilfsmittel zum Einsatz.

Das System

Wie gerade kurz erwähnt, differenziert sich die normale Züchtung von Cannabis im Vergleich zur SCROG Methode. So soll ein einheitliches Dach von Knospen entstehen. Denn in der regulären Zucht, wachsen die Pflanzen mitunter teilweise sehr unterschiedlich in die Höhe. Und um das beste aus der Pflanze zu holen und ein einheitliches Wachstum zu ermöglichen, wird diese Methode verwendet. Das System dahinter ist, dass ein Gitter über die Pflanzen zwischen Lampe und dem Zuchtboden gesteckt wird. So können die Pflanzen ungehindert wachsen und werden dann durch entsprechende Fixierung am Gitter oder am Draht gehindert, wild zu wachsen. Dabei sorgt die Methode dafür, dass Ihre Lampe ideal die Blüten zum Wachsen bringt, da der restliche Teil der Pflanze daran gehindert wird, über das Gitter hinaus zu wachsen. So bekommt nur der Teil der Pflanze das Beste, Ihr Licht. So einfach und dennoch so wirkungsvoll ist diese Methode für den Bereich Anbau Zuhause.

Der Ablauf

Der Ablauf des Prozesses mit dieser Anbaumethode, ist vergleichsweise einfach. Sie benutzen ganz normal entsprechende Leuchtmittel und sollten auch bei dieser Methode sich um entsprechende ständige Sauerstoffzufuhr kümmern. Das bedeutet also, am eigentlichen Kern der Aufzucht ändert sich nichts. Empfohlen wird ein Abstand von ca. 30 cm vom Gitter zum Boden. Weiterhin unterscheidet sich hier der Ablauf zur regulären Variante, dass Sie eher größere Töpfe, aber dafür weniger Pflanzen nehmen sollten. Da Sie durch diese Methode das Maximum aus der Aufzucht und dem daraus resultierenden Ertrag holen können, sind in der Anzahl weniger Pflanzen nötig, Qualität statt Quantität. Das Drahtgitter wird also zwischen Pflanzen und dem Boden gespannt oder gestellt und die Pflanzen werden normal regulär aufgezogen. Bis in die Blütezeit werden die Pflanzen daran gehindert, über das Gitter hinaus wachsen zu können. Sie werden bei dieser Methode feststellen, dass die Zeit für die Aufzucht nach hinten raus länger ist. Da stets nur ein gewisser Teil der Pflanze beleuchtet wird, dauert die Aufzucht oftmals ca. 2 Wochen länger. Das bedeutet also, insgesamt dauert die Aufzucht mit dieser Methode länger, als Sie aus dem normalen Anbau wahrscheinlich gewohnt sind. Haben die Pflanze die Zeit der Blüte erreicht, dürfen Sie aus dem Gitter in gewissen Teilen wachsen und so das benötigte Licht aufnehmen. Am stärksten zeigen sich die Vorteile also in der Blütezeit. Die Blüten werden am Ende also genau geerntet, wie bei der regulären Variante des Anbau. Sie sehen also, der eigentliche Anbau variiert nur in der Ausführung.

Die Vorteile der SCROG Methode

Als Vorteil ist ganz klar das wirkliche Ausnutzen des vorhandenen Platzes zu nennen. Mit dem Platz, der Ihnen zum Anbau zur Verfügung steht, können Sie mit dieser SCROG Methode ideal wirtschaften. Dabei bleibt Ihnen die Aussicht auf den bestmöglichen Ertrag natürlich weiter vorhanden. Exemplarisch können Sie also statt 4 Pflanzen 2 Exemplare aufziehen, diese sind jedoch im Detail dann mit einer kräftigeren Ernte versehen und genau hier liegt der große Vorteil im Vergleich zum normalen Anbau. Weiterhin ist ganz klar als Vorteil zu nennen, dass Ihre Ernte gleichmäßig ausfällt. Die Pflanzen wachsen in der normalen Version teilweise sehr unterschiedlich und hier können Sie durch die Methode gleichmäßig anbauen, was am Ende den Prozess der Ernte auch sehr einfach und unkompliziert macht. Natürlich gibt es mitunter auch Arten der Aufzucht, die weitaus komplizierter sind. Was aber auch enorm für die SCROG Methode spricht, ist die Einfachheit. Im Grunde genommen, brauchen Sie bis auf das Gitter bzw. den Draht und ggf. noch Kabelbinder, keine weiteren Gegenstände, um diese Methode der Aufzucht nutzen zu können. Denn Geräte, wie z.B. einem Schneider für Blätter, sollten per se in Ihrem Bestand als begeisterter Heimzüchter vorhanden sein.

Was gibt es zu beachten?

So schön und effektiv diese Methode auch ist, dennoch müssen Sie einige Dinge beachten. Wie oben bereits ausführlich erklärt, müssen Sie bis zur Blütezeit die Pflanze durch Fixierung daran hindern, dass die Pflanze über das Gitter oder über den Draht hinauswachst. Auch wenn die Aufzucht bereits Ihre Aufmerksamkeit fordert, müssen Sie hier dennoch ein Auge mehr auf Ihre Pflanzen haben. Weiterhin müssen Sie darauf achten, die Pflanze richtig zu beschneiden. Überschüssige Äste und Knospen müssen abgeschnitten werden, da Sie das Licht behindern, was sie Methode effektiv wird. Da es nicht damit getan ist, einfach nur überschüssige Blätter und Knospen abzuschneiden, ist eine gewisse Fingerfertigkeit notwendig, wenn um das Beschneiden der Pflanze geht. Für Einsteiger in der Aufzucht, ist diese Methode also weniger geeignet. Für erfahrende Grower jedoch, ist diese Methode unschlagbar. Da die Pflanze nicht einfach so wachsen kann, wie sie will, staut sich die Feuchtigkeit vor allem unterhalb des Gitters oder des Drahtes. Hier müssen Sie ein Auge auf die Bildung von Schimmelpilzen oder anderen Krankheiten der Pflanzen haben. Es gibt Cannabissorten die so gezüchtet wurden, dass sie relativ resistent gegenüber Krankheiten und Pilzen sind. Das bedeutet also, entweder sorgen Sie manuell für die Gesundheit Ihrer Pflanzen oder aber, Sie investieren von Beginn direkt in entsprechende Samen. Eine permanente und ausreichend gute Luftzufuhr ist ebenfalls sehr wichtig für die Gesundheit und die Effektivität Ihrer Pflanzen.

Nachteile der SCROG Methode

Natürlich bietet diese Methode der Aufzucht nicht nur Vorteile. Auch manch ein Negativpunkt offenbart diese Methode. So ist die Aufzucht insgesamt länger, als bei herkömmlicher Aufzucht. Wenn Sie also schnell eine neue Aufzucht besitzen wollen, ist diese Methode weniger geeignet, da die insgesamt Aufzucht sich um Wochen verlängert. Wenn Sie jedoch selber genug Zeit besitzen, in der Ihre Pflanzen wachsen sollen und können, ist dieser Punkt natürlich weniger wichtig. Weiterhin haben Sie mit dieser Methode wenig die Möglichkeit, Neujustierungen vornehmen zu können. Sobald das Gitter oder Netz so steht und die Pflanzen entsprechend wachsen, kann die Position nur noch sehr schlecht verändert werden. Und so bindet Sie diese Methode durchaus an einen gewissen Platz. Daher sollte vor allem bei der Aufzucht im Home Bereich ein Platz gewählt werden, der hier wenig problematisch ist und keine spätere Umsetzung erfordert. Männliche Pflanzen dürfen hier nicht wachsen, da dies Ihre ganze Zucht problematisch macht. Und deswegen sind Sie also dazu verpflicht, weibliche Samen oder Hybride zu verwenden, die nur die Aufzucht einer weiblichen Pflanze garantieren.

Welche Samen dürfen benutzt werden?

Es dürfen nur Hybride oder weibliche Samen verwendet werden für diese Methode. Ansonsten aber, ist die Auswahl an Samen für die Aufzucht beliebig wählbar. Sativa Arten z. B. gelten als anspruchsvoll in der Aufzucht und selbst mit dieser Methode, kann die Pflanze “gezähmt” werden. Im Grunde also, ist die Auswahl der Samen für diese Aufzucht beliebig verwendbar. Dennoch sollten hier die jeweiligen Eigenarten der Pflanzen beachtet werden, da z. B. Indica anders wächst als Sativa. Der Auswahl der jeweiligen Sorte sind, bis auf Hybride oder feminisierte Arten, keine Grenzen gesetzt.

Die benötigten Hilfsmittel

Auch wenn keine wirklichen Hilfsmittel, bis auf Gitter oder Draht, benötigt werden, ist es von Vorteil zu wissen, was insgesamt alles benötigt wird. Lampen, Samen, Erde, Blumentöpfe oder Zuchttöpfe sind die Bestandteile, die Sie bereits für die reguläre Aufzucht benötigen. Weiterhin sollten Sie ebenfalls entsprechende Insektenschutzmittel zur Hand haben, um Parasitenbefall zu verhindern. Neben einem Schneider für die Blätter und Knospen, ist im Endeffekt tatsächlich nur Draht oder ein Gitter notwendig. Dieses sollte Maschen mit einem Abstand von ca. 4 cm besitzen, damit die Pflanzen auch tatsächlich die Möglichkeit besitzen, durch das Gitter durchkommen zu können.

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