Sea of Green (SOG) Methode für Cannabis züchten

Die spezielle Sea of Green (SOG) – Methode zählt zu den bekanntesten, beliebtesten und auch produktivsten Methoden. Der SOG-Anbau funktioniert nach dem Prinzip, dass Pflanzen auch mit sehr wenig Platz, besonders produktiv sein können.

Die Methode ist besonders gut zur Kultivierung zahlreicher Cannabis-Sorten geeignet. Die Methode erhielt ihren Namen übrigens von der Tatsache, dass bei ihr in einer besonders hohen Pflanzendichte angebaut und geerntet wird. Dabei bleiben die Pflanzen üblicherweise kurz, stehen eng nebeneinander und sind meist weitgehend identisch. Es entsteht daher der Eindruck, als würde es sich dabei um ein grünes Meer handeln. Daher auch der Name Sea of Green.

Einzigartige Methode

Es ist erstaunlich einfach Cannabis anzubauen. Im Grunde benötigt man nur ein paar Töpfe, Samen, Licht und Wasser. Wer seinen Ernteertrag maximieren möchte und sogar noch Zeit sparen will, sollte sich die Sea-of-Green-Methode ansehen. Mit dieser speziellen Anbaumethode darf man sich großartige Erträge in kurzer Zeit erwarten.

Die Methode vereint also zwei wesentliche Vorteile miteinander: Zum einen darf man sich auf maximale Erträge freuen, zum anderen hat man einen deutlich geringeren Zeitaufwand. Doch worauf sollte man dabei genau achten?

Sea of Green – ertragreiches Züchten

Wer ertragreich züchten möchte, sollte auf die SOG-Methode setzen. Die Methode wurde in den 80er Jahren entwickelt und stammt ursprünglich aus den Niederlanden. Dort wird sie als kommerzielle Anbaumethode angesehen, die die Pflanzen möglichst einfach und schnell zur Reifung bringt. Dabei handelt es sich um eine sehr einfache Idee, bei welche kleinere Pflanzen in kurzer Zeit für größere Erträge sorgen sollen. Die Pflanzen sind nur rund 50 Euro hoch und wachsen gerade ohne Seitenzweige.

Für die Methode sollten Cannabis-Sorten gewählt werden, die sich für diese spezielle Anbauform eignen. Meist setzt man dabei auf Indicas oder Indica dominante Cannabis-Sorten. Durch das spezielle Verfahren und das perfekte Timing können gute Ernten, regelmäßig erzielt werden. Die Methode verspricht schon mit wenig Planung gute Ergebnisse. So kann man die Sea-Of-Green-Methode als echte Hochleitstungs-Technik ansehen, die sich bestens für den Indoor-Anbau eignet.

Die Vorteile der Sea of Green Methode

Bei der Methode darf man sich auf hohe Erträge freuen, denn der vorhandene Platz wird optimal ausgenutzt. Jeder Quadratzentimeter wird dabei mit einer Pflanzenlampe direkt angestrahlt, wodurch das Licht somit alle Teile der Pflanzen gut erreicht. Üblicherweise werden die Pflanzen bei der Methode sehr schnell erntereif. Für die vegetative Phase benötigt man nur wenig Zeit. Meist werden für die Methode Stecklinge von dergleichen Mutter verwendet. Es handelt sich also um genetisch identische Klone. Dadurch kann ein homogener Pflanzenteppich erzeugt werden, bei dem alle Pflanzen dieselbe Statur und Höhe erreichen.

Wenn die Stecklinge gewurzelt haben, kann man sie in 4 Liter Töpfe geben. Sie gewöhnen sich bereits in wenigen Tagen an ihre Umgebung. Zudem gewinnen sie schnell an Kraft. Da die Pflanzen sehr dich aneinander stehen, füllen sie auch schnell den Raum. Auf ausreichende Verzweigungen muss man daher nicht lange warten. Die Blüte kann außerdem sehr schnell eingeleitet werden. Wenn sich erst einmal ein grüner Teppich bildet, kann mit dem Einleiten bereits begonnen werden.

Auch Schädlinge und Krankheiten haben bei dieser speziellen Methode deutlich weniger Zeit sich auszubreiten, denn die Pflanzen sind schneller fertig. Auch das Trimmen und Ernten ist einfacher, da praktisch jede Pflanze ein Super-Bud ist. Durch die Methode können die Erträge auf einfachste Art und Weise verdoppelt werden, wenn man alle Faktoren bedenkt und optimiert.

Schritt für Schritt Anleitung:

Schritt 1 – Die Mutterpflanze finden
Für die Methode muss zuerst eine passende Mutterpflanze ausgesucht und kultiviert werden. Natürlich können auch mehrere verwendet werden. Üblicherweise startet man dabei mit Seeds. Wer die geeignete Mutter jedoch aus Samen zieht, muss mit rund 4 bis 6 Monaten rechnen, bis die Pflanze die passende Größe erreicht hat.

Die Mutterpflanze soll in jedem Fall kräftig und groß genug sein, damit man eine maximale Anzahl an Stecklingen nehmen kann. Es sollten so viele Stecklinge genommen werden, die für den vorhandenen Platz gebraucht werden, um diesen zu füllen. Später stehen die Pflanzen im Anbau praktisch Topf an Topf. Dazwischen lässt man keinen bis kaum Platz frei. So kommen rund 40 bis 70 Pflanzen auf rund 1 m². Natürlich ist dies nur ein Ratschlag und kommt stets auf die eigene Erfahrung und Vorliebe, die Umgebung und die Sorte an.

Wichtig zu sagen ist, dass die Stecklinge bereits das genetische Alter der Mutter besitzen. Sie beginnen daher bei einer 12-Stunden Belichtung sofort mit der Blüte. Geschlechtsreif wie Jungpflanzen müssen sie daher nicht mehr werden.

Natürlich gibt es bei der Methode auch einen speziellen Grow-Rhythmus. So werden zuerst so viele Stecklinge produziert, bis ca. Ein Viertel oder die Hälfte der „Blühfläche“ gefüllt wird. Dabei werden die Stecklinge mit Datum versehen. Rund 2 bis 3 Wochen später werden erneut Stecklinge genommen und wieder datiert. Diese werden natürlich wieder dazugestellt. Danach wird wieder 2 bis 3 Wochen gewartet und der Kreislauf beginnt erneut, bis die gesamte Blühfläche ausgefüllt wurde.

Schritt 2 – das Wurzeln
Bei diesem schritt geht es darum zu entscheiden, wie viele Pflanzen nun zur selben Zeit blühen sollen. Sobald die Stecklinge gewurzelt haben, kann man sie auch in den Blühraum stellen. Meist dauert das Wurzeln rund 1 Woche, dabei kommt es jedoch auch auf die Sorte an. So findet man beispielsweise Sorten, bei denen das Wurzeln auch bis zu 2 Wochen dauern kann. In dieser Zeit müssen die Stecklinge rund 18 Stunden am Tag unter eine Wuchs-Beleuchtung gestellt werden. Dies können zum Beispiel weine Neonröhre oder spezielle Pflanzen-Energiesparlampen sein. Die Pflanzen müssen in dieser Zeit genau beobachtet werden, damit der passende Zeitpunkt schnell erkannt wird, wann die Stecklinge in den Blühraum gestellt werden können. Für die Aufzucht der Mutterpflanze und ihrer Stecklinge wird ein extra Raum oder ein Grow-Zelt gebraucht. Die Stecklinge und ihre Produktion sind eine wichtige Basis für die Methode.

Schritt 3 – der Blühraum
Beim Blühraum handelt es sich um einen Raum, der eine 12/12-Belichtung beinhalten sollte. Die größeren Pflanzen werden an die äußeren Ränder gestellt und die kleinen Pflanzen sollten sich in der Mitte der Fläche befinden, die beleuchtet wird. Gut wäre es, wenn alle Pflanzen die gleiche Höhe aufweisen. Die Töpfe werden sehr eng ohne Zwischenräume aneinander gestellt. Später werden sie mit einem Blätterdach bedeckt. Die Töpfe selbst sollte übrigens nicht zu breit, sondern lieber tief sein. Am besten eignen sich 4-Liter-Töpfe.

Nützliche Tipps

  • Hot-Spots, also heiße Stellen an der Pflanzenspitze, sollten vermieden werden. Das Pflanzenlicht sollte daher etwas höher als normal hängen, damit Verbrennungen vermieden werden können.
  • Dünger sollte man nur in Maßen verwenden. Wer zu viel düngt, kann buschige Pflanzen bekommen. Der Ertrag wird dadurch meist verringert.
  • Zu viel Wasser sollte ebenfalls vermieden werden.
  • Im Blühraum sollte man unbedingt für eine gute Belüftung sorgen. Ein Luftstrom, der sich über den Spitzen der Pflanzen befindet, kann für einen guten Luftaustausch sorgen.
  • Auch auf die Sorten sollte man genau achten. Wer die richtigen Sorten wählt, kann sich auf gute Ergebnisse freuen. Typische Pflanzen für den SOG-Anbau sind rund 22 cm bis 60 cm hoch.

Die passenden Sorten

Wichtig ist es, mit einer passenden Cannabis-Sorte zu beginnen. In jedem Fall sollte man Klone der gleichen Mutterpflanze verwenden. Dadurch stellt man sicher, dass die Pflanzen wirklich homogen wachsen. Es geht also darum in kurzer Zeit, identische Pflanze zu züchten.

Welche Sorten sind für die Methode nun am besten geeignet? Für die SOG-Methode eignen sich folgende Sorten ganz besonders gut:

  • Super Skunk
  • Afghani #1
  • Hindu Kush sowie
  • Northern Lights.

Selbstblühende Sorten wechseln bereits in wenigen Wochen nach ihrer Keimung automatisch in ihre Blütephase. Aus diesem Grund sind sie eine sehr beliebte Wahl für die Methode.

Die richtige Pflege

Natürlich ist auch bei der SOG-Methode die richtige Pflege wichtig. Wer sich einen guten Ertrag wünscht, sollte seine Pflanzen also richtig pflegen. Dabei sollte man sämtliche Pflanzen gleich behandeln. Dies gilt nicht nur für die Nährstoffzufuhr, sondern auch für die Bewässerung und die Beleuchtung. Auch das Beschneiden sollte man nicht vernachlässigen.

Tropf-Systeme haben sich sehr bewährt, denn durch sie erhalte die Pflanzen die gleiche Menge an Nährstoffen und Wasser. Während der Blüte- und Vegetationsphase sollten die Pflanzen zudem vorsichtig beschnitten werden. Wer die unteren Zweige der Pflanzen entfernt sorgt dafür, dass die Pflanzen wieder mehr Energie bekommen, die sie zur Blütenbildung nutzen. Die Pflanzen sollen ihre ganze Energie in ihre Hauptknospe stecken. Aus diesem Grund sollten überschüssige dünne Seitenzweige und Blätter entfernt werden. Auch die Luftzirkulation wird dadurch verbessert. Dennoch sollte man aufpassen, nicht zu viel zu entfernen. Beim Beschneiden sollte man daher sorgsam vorgehen!

Fazit

Es gibt wohl keine perfekte Anbaumethode, dennoch erreicht man mit der SOG-Methode sehr gute Erträge, weshalb sich immer mehr Menschen an ihr erfreuen. Wer sich maximale Erträge in kürzester Zeit wünscht, ist mit dieser Methode jedenfalls genau richtig. Dabei sollte man sich nicht nur sorgfältig um die Stecklinge kümmern, sondern auch besonders gut auf die Pflege der Pflanzen achten. Für den Anbau von Cannabis wird nicht viel benötigt. Dennoch sollte man einige Tipps und Tricks beachten, damit auch wirklich gute Erträge erzielt werden können. Die Sea-of-Green-Methode ist jedenfalls eine einfache und besonders ertragreiche Methode, die perfekt für das Indoor-Growing geeignet ist. Auch Anfänger tun sich mit dieser Methode meist leicht und schätzen die zahlreichen Vorteile, die sie mit sich bringt.

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