Cannabis beschneiden – Warum, wie und wann du Hanfpflanzen beschneiden solltest

Mit dem Beschneiden kann man das Cannabis weiter bringen, als es ansonsten kommt. Das optimiert die Fähigkeiten als Grower (Anbauer). Zudem führt es auch weiterhin zu viel größeren Erträgen dieses Gewächses.

Warum das Beschneiden wichtig ist 

In der Landwirtschaft gilt als Beschneiden als uralte Praxis, die man zur Steigerung der Ernte einsetzt. Angefangen bei Hobbygärtnern und Kleinanbauern bis zu den großen Industriefirmen beschneidet jeder seine Pflanzen, um diese zu höherem Wachstum zu bewegen. Auch die bescheidene Tomatenpflanze trägt größere Früchte, wenn man diese richtig beschneidet. Aus diesem Grund ist es auch möglich, diese Technik bei Cannabis mit sehr gutem Erfolg anzuwenden. Letztlich ist das Beschneiden die Kunst, um die unnötigen Blätter, Zweige und Triebe zu entfernen. Damit wird die Pflanze dazu gebracht, dass diese sich mit ihrer begrenzten Energie auf das etablierte und gegenwärtige Wachstum fokussiert. Denn überlässt man sie sich selbst, wird die Cannabispflanze zu groß, um sich wirksam mit der benötigten Energie zu versorgen, welche sie produzieren kann. Erfolgt kein Gegensteuern, können mehrere kleine Stellen mit Knospen entstehen, weil das Gewächs darum kämpft, sich selbst zu erhalten beim Ausbilden der Knospen während der Blütezeit. Indem schwache und unnötige Triebe beseitigt werden, zwingt man das Cannabis dazu, sich auf das übrig Gebliebene zu konzentrieren. Das führt zu einem stärkeren Gewächs, welches einige große Knospen, anstelle viele kleine hervorbringt. Daraus ergeben sind häufig größere Gesamterträge. 

Wann und wie Cannabis beschnitten wird 

Als Erstes ist wichtig, dass man immer nur in der Vegetationsphase beschneidet. Denn beim Beschneiden von Cannabis während der Blütezeit reduziert man die Menge an Energie, welche für ihn verfügbar ist, damit sich Blüten bilden, was erneut zu kleineren Knospen führt. Zudem sollten sich nach dem Beschneiden die Cannabispflanze zumindest drei Tage erholen, ehe sie mit dem Blühen beginnen kann. Insgesamt unterscheidet man drei Beschneidetechniken, die nun näher erläutert werden. 

Entasten 
Um das Cannabis zu beschneiden, empfiehlt es sich, ganz genau zu beobachten, wie es wächst. Dann kann man beurteilen, welche Zweige der Pflanze die beste Leistung in Zukunft erbringen. Die wegzuschneidenden Zweige sollten diese sein, welche besonders weit unten am Gewächs sind und deswegen ganz wenig Licht erhalten oder mit großen Abständen sich zwischen den Blattknoten befinden. Für das Versorgen den beiden Arten von Zweigen benötigt das Gewächs mehr Energie, als es letztlich an Ertrag einbringt. Es ist wichtig, Cannabis am Stamm abzuschneiden, damit der Stress minimiert wird. Daher nennt man diese Technik Entasten. 

Entlauben 
Ein weiteres häufig eingesetztes Verfahren ist die Entlaubung. Dabei geht es um die Entfernung der Blätter. Entscheidend ist, dass niemals alle großen Fächerblätter beseitigt werden, da das die Hauptenergieproduzenten des Gewächses darstellen. Entfernt man diese, ist deren Effizienz stark beeinträchtigt. Manche Anbauer glauben jedoch, dass das Beseitigen der Blätter, insbesondere wenn diese unter dem Blätterdach zu finden sind, der Blütenbildung dient. Andere wiederum denken nicht, dass es einen Unterschied macht oder sogar die Blütenbildung erschwert. Hier ist es also am besten, wenn man selbst experimentiert und sieht, was beim eigenen Cannabis funktioniert. 

Kappen 
Als letzte Beschneidetechnik wäre noch das Kappen zu erwähnen. Diese kann gemeinsam mit dem Entasten erfolgen. Beim Kappen findet das Beseitigen der Spitze vom Haupttrieb statt. Zunächst klingt das kontraproduktiv. Jedoch sorgt es dafür, dass das Gewächs seine Energie in das Hervorbringen der Spitzentriebe steckt und das Wachsen der unteren Zweige begünstigt. Daraus resultiert eine insgesamt stärkere Pflanze, die höhere Erträge bewirkt. Diese Form des Beschneidens führt außerdem dazu, dass das Cannabis in die Breite weiter wächst, anstatt lediglich größer zu werden. Das ist ideal für jeden Anbauer, der die Größe der Pflanze unter Kontrolle halten muss. Beim Kappen vom Cannabis schneidet man den Hauptstamm kurz unter dem obersten ausgereiften Blattknoten ab. Hier ist noch zu beachten, dass die vegetative Phase durch das Kappen ein bis zwei Wochen länger dauern kann. Allerdings glauben viele Anbauer, dass es zur Steigerung der Leistung und der Erträge führt. 

Welche Beschneidetechnik nun zu wählen ist 

Die erwähnten Beschneidetechniken werden in den meisten Anbausituationen angewendet. Für welche man sich entscheidet, richtet sich wahrscheinlich danach, wo man anbaut. Auch hängt die Wahl davon ab, welche der Techniken man bereits eingesetzt hat.

Übermäßiges Beschneiden vermeiden 

Ein übermäßiges und zu starkes Beschneiden sorgt bei der Pflanze für Stress. Aus dem Grund sollte es vermieden werden. Wichtig ist, dass man stets einen guten Grund hat, weswegen das Cannabis zu beschneiden ist. Aufgrund dessen muss er nämlich Energie aufwenden, damit er sich selbst heilt. Bei dem Beschneiden werden ihm für die anderen Prozesse Energie geraubt. Daher sollte nur das an der Pflanze beschnitten werden, was sinnvoll ist und lediglich so viel, wie wirklich sein muss. 

Was beim Beschneiden noch zu beachten ist 

Beschnittene Triebe und Zweige sind an ihrer Schnittstelle anfällig für Insekten, Pilzen oder Krankheiten. Von einigen Anbauern wird dazu geraten, dass man an den entsprechenden Schnittstellen eine Baumversiegelung aufträgt. Jedoch ergab die Forschung, dass es hierbei hauptsächlich um ein kosmetisches Mittel geht, das in einigen Fällen den Heilungsvorgang verlangsamen kann. Es ist einsetzbar, was allerdings nicht gleich heißt, dass es tatsächlich Sinn ergibt oder besser ist. In jedem Fall empfiehlt es sich, die Schnittstellen im Auge zu behalten sowie sofort die Stelle einfach weitläufig abzuschneiden und Fungizid aufzutragen, wenn der Verdacht auf einen Pilzbefall besteht.

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