Indoor Growing Anleitung – Cannabis zuhause anbauen

Cannabis zuhause anbauen ist gar nicht so schwer wie viele denken. Es braucht ungefähr vier Monate, bis aus den Samen rauchbare Pflanzen geworden sind. Dafür ist lediglich ein wenig Liebe und das richtige Zubehör nötig. Nach der ersten Ernte sind die erfolgreichen Zimmer-Gärtner unabhängig von zwielichtigen Dealern und wissen genau, was sie in das Paper wickeln.

Der richtige Ort für den Garten zuhause

Das Cannabis zuhause anzubauen ist sicherer als im Freien. Schließlich können die Gärtner ihre Einrichtung zuhause besser verstecken. Im Garten sind die Pflanzen für jedermann zu sehen und lassen sicher den einen oder anderen Nachbarn stutzen. Ideal für den Anbau ist ein kleiner Raum. Das kann zum Beispiel ein großer Schrank, der Keller, der Dachboden oder eine Garage sein. Es ist wichtig, dass niemand anderes Zugang zu diesem Raum hat. Zumindest keiner, der nicht wissen darf, was dort vor sich geht. Deswegen sollte auch die Einrichtung so unauffällig wie möglich von statten gehen. Wichtig ist, dass der gewählte Raum über einen Stromanschluss verfügt und belüftet werden kann. Idealerweise befindet sich dort ein Fenster. Das muss aber gar nicht sein. Eine Growbox (siehe nächster Punkt) kann durch spezielle Vorrichtungen auch frische Luft ansaugen.

Cannabis zuhause anbauen: das nötige Zubehör

Bevor es es losgeht, braucht es noch ein bisschen Zubehör. Hier steht an erster Stelle Licht. Die erste Wahl sind noch immer sogenannte Natriumdampflampen. Sie sind preiswert und produzieren besonders viel Licht mit relativ wenig Strom. Alternativ kann auch eine LED-Growlampe verwendet werden. Die verbraucht aber weitaus mehr Strom für die gleiche Leistung.
Zusätzlich ist noch eine Entlüftungsanlage wichtig. Sie sorgt dafür, dass die Cannabis-Pflanzen immer mit ausreichend frischer Luft versorgt werden. Außerdem empfiehlt sich die Verwendung einer Growbox. Das ist eine Art schrankförmiges Zelt. Die Box sorgt dafür, dass weder Licht noch der Duft der Pflanzen auffallen. Das Innere ist mit einer speziellen Folie ausgekleidet, die das Licht reflektiert. Das spart Energie. Es gibt die Boxen in vielen verschiedenen Größen. Und natürlich braucht es noch die entsprechenden Samen. Nur die weiblichen Samen produzieren Marihuana, das sich später auch rauchen lässt.

Die Samen zuhause keimen lassen

Ist das Zubehör besorgt, geht es mit dem Cannabis-Anbau zuhause richtig los. Im ersten Schritt müssen die Samen Keimen. Hier empfiehlt es sich, stets ein paar mehr Samen keimen zu lassen als Pflanzen wachsen sollen. So hat man immer eine Reserve. Für das Keimen braucht es Pallets aus Kokos. Die werden in Wasser eingelegt, wenn sie sich vollgesogen haben, kommen sie in einen kleinen Topf. Die Pallets haben eine Mulde, in die der Samen gelegt wird. Die Töpfe sollten bei Raumtemperatur gelagert werden und brauchen Licht. Nach etwa drei bis sieben Tagen beginnen die kleinen Pflanzen zu sprießen. Nun kommt die Growbox zum Einsatz. Sie sollte etwa für 18 Stunden pro Tag eingeschaltet sein. Die Pflanzen wachsen sehr schnell und müssen feucht gehalten werden.

Der Umzug in den großen Topf

Wenn die Wurzeln seitlich aus den Pallets herauswachsen, ist es Zeit für den Umzug in einen größeren Blumentopf. Der muss mit Erde gefüllt werden. In ein Loch in der Mitte wird die junge Pflanze gesetzt. Etwa die Hälfte des kleinen Stamms muss mit Erde bedeckt sein. So bleibt noch ausreichend Platz für die Wurzeln. Sitzt alles an Ort und Stelle, muss die Erde noch fest gedrückt werden. Es gilt hier, das richtige Mittelmaß zu finden. Die Erde darf weder zu fest noch zu locker sein. Danach werden die Töpfe wieder in die Growbox gestellt.

Bewässerung

Zuhause wächst Cannabis sehr schnell. Das bedeutet auch, dass die Pflanzen viel Wasser benötigen. Jedoch zu viel Nass ist auch schädlich. Sind die Pflanzen noch jung, brauchen sie etwa zwei bis drei Mal pro Woche Wasser. Reife Pflanzen müssen einmal täglich gegossen werden. Eine feste Regel gibt es allerdings nicht. Sobald die Erde trocken ist, muss die Gießkanne her. Es ist wichtig, dass überschüssiges Wasser aus den Töpfen ablaufen kann. Haben die Töpfe Löcher am Boden, ist das kein Problem. Schließlich ist der Boden der Growbox wasserfest. Die Töpfe sollten aber keinesfalls im Wasser stehen. So bekommen die Pflanzen nasse Füße und können ertrinken. In einigen Gegenden enthält das Leistungswasser viele Chemikalien. Ist das der Fall, sollte ein Wasserfilter für Trinkwasser verwendet werden.

Die richtige Pflege in der Wachstumsphase

Befinden sich die Pflanzen in den großen Töpfen, hat die Wachstumsphase begonnen. In dieser Zeit brauchen sie viel Licht von der Grow-Lampe. Die sollte aber in keinem Fall zu nah an den Pflanzen stehen. Es besteht die Gefahr, dass die jungen Blätter verbrennen. Das Licht sollte etwa 18 Stunden pro Tag leuchten. Die restlichen sechs Stunden ist Dunkelheit angesagt. So erleben die Pflanzen einen natürlichen Tag und haben Zeit, zu schlafen beziehungsweise zu ruhen. Das ist wichtig, damit sie gesund bleiben.
Insgesamt dauert diese Wachstumsphase etwa vier Wochen. Nach diesen vier Wochen haben sich bereits die typischen Blätter gebildet und auch die ersten Knospen sind bereits zu sehen.

Die richtige Pflege in der Blütephase

Sind die ersten vier Wochen überstanden, beginnt die Blütephase. Jetzt brauchen die Pflanzen nicht mehr so viel Licht. Etwa zwölf Stunden sollte die Grow-Lampe nun leuchten. Die übrige Zeit sollte Dunkelheit herrschen. Den Pflanzen wird auf diese Weise vorgegaukelt, dass der Spätsommer begonnen hat. Schnell werden sich die ersten Blüten zeigen. An ihnen ist auch zu erkennen, ob es sich um eine weibliche oder um eine männliche Pflanze handelt. Die Weibchen haben weiße Härchen, die männlichen Pflanzen sind an den kugelförmigen Blüten zu erkennen. Weil die Männer leider nicht rauchbar sind, sollten sie aussortiert werden. Sie würden sonst die weiblichen Pflanzen bestäuben. Das wiederum würde die Ernte verringern.

Der große Tag der Ernte

Nach etwa zwei bis drei Monaten sind die Pflanzen reif. Wann es soweit ist, lässt sich leicht erkennen. Die Härchen der reifen Pflanzen verfärben sich braun. Auch das Wachstum verlangsamt sich. Außerdem beginnen die Pflanzen in diesem Stadium stark zu riechen. Werden die Pflanzen früh geerntet, machen sie sehr high. Bleiben sie dagegen sehr lange im Top, hat das Cannabis eine eher beruhigende Wirkung. Forscher führen das auf die Bildung von Cannabioiden zurück.
Die Ernte an sich ist sehr einfach. Die Pflanzen werden ganz simpel knapp über dem Boden abgeschnitten. Gärtner sollten es vermeiden, die Blüten zu berühren. Sie sind sehr klebrig und alles, was an den Fingern hängt, ist verloren. Mit einer kleinen Schere werden die Blüten von den Blättern entfernt.

Die Pflanzen trocknen

Ist das alles geschafft, müssen die Pflanzen nur noch getrocknet werden. Am besten werden sie dazu auf Papier gelegt und in einem kühlen Raum ausgebreitet. Es ist keine gute Idee, einen Fön oder den Ofen zu benutzen. Durch die Hitze gehen viele wichtige Wirkstoffe verloren.
Die Trocknung in einem kühlen Raum dauert etwa sieben Tage. Dann müssen die Pflanzen noch eine Nacht in einer Plastiktüte verbringen. Am morgen fühlen sie sich wieder feucht an und müssen noch einmal etwa zwölf Stunden lang trocknen. Danach geht es zurück in die Tüte. Die Pflanzen sind trocken genug, wenn sie beim Biegen brechen und ein Knacken zu hören ist. Nun kann das Marihuana geraucht werden. Manche Gärtner schwören aber darauf, es noch zu härten. Dazu wird das Marihuana zwei bis vier Monate lang in einem Glas gelagert. Dadurch wird das Gras noch stärker und wirksamer. Der Glasbehälter sollte einen Platz an einem dunklen, kühlen Ort finden.

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