mänliche hanfplantze

Die männliche Hanfpflanze – Eigenschaften und Erkennungsmerkmale

Es ist essenziell das Geschlecht der Cannabis pflanze zu wissen. Es kann zu Misserfolg kommen, wenn es nicht rechtzeitig erkannt wird, ob man die männliche Hanfpflanze sieht oder die weibliche.

Die Fortpflanzung kann bei Pflanzen auf unterschiedliche Arten erfolgen. Manch ein grünes Gewächs besitzt nur eine einzelne Blüte auf der neben männlichen auch weiblichen Fortpflanzungsorganen Platz finden: Sie werden Hermaphroditen genannt. Desweiteren existieren einhäusige und zweihäusige Samenpflanzen. Einhäusige Arten tragen mehrere männliche sowie weibliche Blüten auf einer Pflanze. Und dann gibt es noch zweihäusige Pflanzen wie den Hanf, welcher entweder männlich oder weiblich ist. Hanf wächst es entweder als männliche oder weibliche Pflanze. Genau wie bei Menschen braucht es bei zweihäusigen Pflanzen wie dem Hanf zur Fortpflanzung ein Männchen und ein Weibchen.

Das Weibchen kann mit oder ohne männliche Beeinflussung wachsen und beides hat seine Vorteile. Führt ein Züchter Männchen und Weibchen zusammen, kann es zu einer Kreuzbestäubung und damit zu Saatgut kommen. So erreicht der Züchter eine neue Genetik. Der Vorteil das weibliche Hanf vom männlichen Hanf zu isolieren, liegt darin, dass an weibliche Pflanzen ohne Bestäubung des Männchens große, kernlose Knospen (Sensimilla genannt) wachsen. Diese harzigen Knospen, die der Mensch konsumieren kann, stammen alle von weiblichen Pflanzen.

Züchter führen männliche Pflanzen zur Bestäubung von Weibchen ein, wenn sie eine neue Sorte züchten oder Samen für die Ernte im nächsten Jahr sammeln wollen. Im Allgemeinen werden besamte Knospen als Cannabis von geringer Qualität angesehen, denn das Rauchen von Hanf – wenn es befruchtet wurde – ist weniger angenehm.
Es ist wichtig, das Geschlecht der Pflanze zu bestimmen, um eine neue Sorte zu entwickeln, Samen zu sammeln oder Sensimilla, die kernlosen Knospen, zu züchten. Glücklicherweise ist es einfacher, als man denkt, das Geschlecht einer Hanfpflanze zu bestimmen, wenn man weiß, wann und wo man anfangen soll.

Junge oder Mädchen? – Erkennungsmerkmale: Auf diese Weise bestimmen Sie das Geschlecht von Hanf

Die männliche Hanfpflanze hat spezifische Erkennungsmerkmale: Sie trägt kleine, runde Kugeln an den Knospen (der Stellen an der Pflanze, wo Blätter und Äste vom Stiel ausgehen). Das Geschlecht der Pflanze lässt sich also an dem bestimmen, was zwischen diesen Knospen wächst. Die Männchen besitzen hier sogenannte Pollenbeutel. Dieses Merkmal kann schon sehr früh an der Pflanze ausfindig gemacht werden, noch bevor der eigentliche Zweck der Pollen – die Fähigkeit zur Reproduktion – in der Pflanze aktiviert ist. In diesem frühen Stadium werden die Merkmale Vorblüten genannt. Je nachdem, wann die Keimphase eingetreten ist, aber in der Regel nach etwa einem Monat entwickelt sich die Vorblüte weiter. Ganz sicher lässt sich das Geschlecht der Pflanze in der sechsten Woche bestimmen.

Gehen Sie wie folgt vor, um die Hanfpflanze und ihr Geschlecht zu bestimmen:

  • Im frühen Wachstumsstadium der Pflanze sind die Vorblüten mit bloßem Auge schwer zu erkennen, da sie sehr klein sind, nahezu winzig. Verwenden Sie dementsprechend eine Lupe, um die Merkmale besser und genauer begutachten zu können.
  • Untersuchen Sie die Knospen der Pflanze und suchen Sie nach dem frühen Wachstum kleiner Säcke bzw. Pollenbeutel (männlich) oder nach zwei Deckblättern (weiblich), die später das haarartige Stigma erzeugen.

Diese einfache Methode – die Untersuchung der Vorblüte – ist am verlässlichsten, um das Geschlecht der Pflanze zu bestimmen.

Aufgepasst: Cannabis Hermaphrodit!

Wenn eine Pflanze unter Stress steht oder falsch behandelt wird, kann es zum sogenannten “Herming out” kommen. Dies bedeutet, dass eine weibliche Pflanze sowohl männliche als auch weibliche Geschlechtsorgane entwickelt. Sie gilt dann als Hermaphrodit, welche alle anderen Pflanzen bestäuben kann.

  • Stressfaktoren können sein:
  • Pflanzenschaden
  • Schlechtes Wetter
  • Krankheit
  • Nährstoffmangel

Wozu die MÄNNLICHE Hanfpflanze? Vielfältige Möglichkeiten zur Verwendung der Herren

Die männliche Hanfpflanze hat leider nicht den besten Ruf. In der Tat will der Großteil Züchter sie so früh wie möglich entdecken, um sie wegzuwerfen und somit die Bestäubung ihrer kostbaren Damen zu vermeiden. Niemand möchte, dass seine wertvolle Ernte versehentlich bestäubt und dann ruiniert wird. Denn dies passiert, sobald die Männchen nicht frühzeitig von den Weibchen getrennt werden. Selbstverständlich werden die Herren der Pflanze deshalb normalerweise als unerwünscht empfunden – zumindest wenn Sie den durchschnittlichen Züchter von Cannabis fragen. Das frühzeitige Entfernen von Männchen ist aus zwei Gründen entscheidend: Es schafft zu einem Platz, sodass Weibchen größer und stärker werden können und Männchen daran gehindert werden, Weibchen zu bestäuben. Dieses negative Stigma und der verbundene Ärger mit den Männchen sind gute Gründe, warum feminisierte Samen populärer sind.
In Wahrheit aber haben die Cannabis Herren ihr schlechtes Image gar nicht verdient. Bevor Sie sie wegwerfen, sollten Sie sich mit den Männchen der Cannabispflanzen näher vertraut machen.

Gute Kumpel – Die genialen Eigenschaften der Cannabispflanze

Um eine Cannabispflanze optimal zu nutzen, kann sie getrost nicht nur zum Rauchen verwendet werden. Der Kreativität ist kaum Grenzen gesetzt. Und selbst als einfache dekorative Hauspflanze in der Wohnung ist sie fabelhaft und pflegeleicht.
Verblüffenderweise haben Cannabispflanzen verschiedene natürliche Abwehrkräfte, einschließlich ihrer aromatischen Terpene, die natürliche und nicht schlechte Schädlingsabwehrmittel sind. Mit anderen Worten: Ein paar strategisch platzierte Männchen zwischen anderen Gemüsepflanzen reichen aus, um diese frei von Schädlingen zu halten, ohne potenziell schädliche Pestizide einsetzen zu müssen. Aus Angst vor einer versehentlichen Bestäubung mit einem Weibchen, werfen viele Besitzer ihre männlichen Pendants einfach weg. Dabei reicht es aus, Männchen und Weibchen einfach so weit wie möglich voneinander entfernt zu halten. Natürliche Barrieren im Freien sind Sonnenblumen. Auf diese Weise kann weiter der rauchbare Hanf angebaut werden, ohne die männlichen Pflanze wegschmeißen zu müssen.

Ein Männchen für die Züchtung
Ja, und nur wenige würden eine solche Tatsache infrage stellen. Aber es ist für Sie, den Cannabis-Enthusiasten, nicht das Interessanteste, wenn Sie die gleiche alte Knospe aus Klonen entwickeln. Eine Züchtung eigener, hochwertiger Cannabis Sorten? Für fortgeschrittene Züchter kann die Züchtung neuer Sorten eine aufregende Leidenschaft werden: Stellen Sie sich vor, Sie schaffen Ihre eigene spezielle Knospe, die geschmackvoller ist, bessere Erträge erzielt und ein grandioses High liefert. Dies erreichen Sie, wenn Sie die besten Eigenschaften verschiedener Sorten mit sorgfältiger Züchtung kombinieren. Dazu müssen Sie jedoch Ihre Männchen behalten! Da dieser 50 % des genetischen Materials beiträgt, ist es zusätzlich sinnvoll, den besten Mann als Spender auszuwählen.
Wie wählt man eine gute männliche Pflanze für die Zucht aus? Da die Männchen nicht zum Rauchen verwendet werden, ist es schwieriger, die perfekte Pflanze mit dem besten Geschmack zu finden. In der Regel wählen Züchter die Cannabis Herren durch Ausschlussverfahren aus. Diese Kriterien helfen bei der Entscheidung, welche sie behalten und welche sie verwerfen:

  • Männer, die besonders schnell oder groß werden sind ein eindeutiges No Go für die Züchterei, denn nach Erfahrung fehlt es diesen Pflanzen an der Qualität ihrer Knospe.
  • Männchen, die zu früh blühen werden ebenfalls beseitigt, da sie sich zu einer hohen Wahrscheinlichkeit zu Hermaphroditen entwickeln könnten
  • Optimal für Züchtungszwecke sind Pflanzen mit großen, hohlen Stängel, da der THC Gehalt höher ist
  • Pflanzen mit dichten und dicht gepackten Knospen werden zum Züchten aufbewahrt, da diese großen Ertrag versprechen
  • Oftmals wird einfach an dem Männchen gerochen und diejenigen behalten, die am besten duften

Cannabis als Saft
Wie wäre es mal mit Cannabis Saft? Männchen können hervorragend genutzt werden, um gesunden Saft oder Tee herzustellen. Unter Gesundheitsbewussten schon lange bekannt und gerne getrunken, ist der Saft eine wertvolle Nährstoffquelle und leckere Alternative. Männchen enthalten dieselben Cannabinoide wie weibliche Pflanzen, allerdings in geringeren Mengen. Dies macht die männliche Hanfpflanze optimal zum Entsaften. Die dickeren Stiele und größeren Blätter werden jedoch nicht entsaftet, um einen bitteren „Pflanzengeschmack“ zu vermeiden. Cannabis Saft hat den Vorteil die Cannabinoiden wie das CBD ohne unerwünschten Nebenwirkungen zu nutzen. Noch einfacher ist es Tee aus Cannabis Männchen zu machen: Die Blätter der Pflanze werden mit kochend heißem Wasser übergossen und einige Minuten lang darin gezogen.

High vom männlichen Cannabis?
Es ist ein hartnäckiger Mythos, dass männliche Hanfpflanzen nicht high machen. Auch die Männchen produzieren THC. Während diese im Vergleich zu den weiblichen Pflanzen weniger THC in ihren Knospen produzieren, enthalten ihre Blüten mehr THC als in den weiblichen Blättern.
Das meiste Harz der Männchen befindet sich in den Kelchblättern und an den Stellen, an denen Pollen produziert wird. Es gibt auch eine kleine aber feine Menge an THC in den kleinen Blättern. Kein Grund, all diese Pracht einfach in den Kompost zu werfen!

Starke Hanffaser
Die Herren der Cannabispflanzen produzieren starke Fasern. Es existiert ein deutlicher Unterschied in der Art der Fasern, die die unterschiedlichen Geschlechter der Cannabispflanzen produzieren. Fasern aus der männlichen Hanfpflanze sind flexibler und weisen eine höhere Widerstandsfähigkeit auf. Sie werden deshalb vorrangig und gerne in der Textilindustrie genutzt. Da die Hanffasern von Männern weicher und dünner sind, eignen sie sich ebenfalls besser für hochwertige Stoffe wie Bettwäsche oder Handtücher. Die rauen Fasern der Weibchen sind eher geeignet, um Dinge wie eine Leinwand und andere grobe Textilien herzustellen.

Der Allrounder auf dem Weg zum Aussterben?
Die Männchen der Cannabispflanze verdienen ihren schlechten Ruf nicht. Sie eignen sich für zahlreiche Zwecke, von der Züchtung neuer Sorten über die Zubereitung eigener Getränke bis hin zur Herstellung von hochwertigem Hanfmaterial.

Der Vorteil, männliche Pflanzen zu halten, geht jedoch über diese Aspekte hinaus und dient tatsächlich einem größeren Sinn. Die Beseitigung männlicher Pflanzen stellt ein großes Risiko für die gesunde Vielfalt und damit für die Nachhaltigkeit von Cannabis insgesamt dar. Ein ähnliches Beispiel kann bei Bananen und anderen selektiv gezüchteten Pflanzen beobachtet werden: Bananen, wie wir sie kennen, sind durch die Züchtung zu kommerziell attraktiven Arten auf dem Weg zum Aussterben. Das Gleiche ist bereits bei Mais und Weizen der Fall.
Indem wir die Männchen behalten, tragen wir aktiv dazu bei, das genetische Überleben von Cannabis zu sichern. Wenn wir diese Tatsache ignorieren, könnten in den nächsten Jahrzehnten einige Hanfsorten einfach verschwinden.

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