Die weibliche Hanfpflanze – Eigenschaften und Erkennungsmerkmale

Die weibliche Hanfpflanze ist für Grower besonders wichtig, da sie im Gegensatz zur männlichen, den optimalen THC-Gehalt besitzt. Doch worin unterscheidet sich weiblicher vom männlichen Cannabis?

Die weibliche Hanfpflanze

Die weibliche Hanfpflanze liefert alle berauschenden Produkte, die mit Cannabis in Verbindung stehen. Dazu zählen Haschisch und Gras aber auch das Cannabis Öl. Für die Verarbeitung werden die sogenannten Hanfblüten verwendet, die mit ihrem THC-Gehalt die berauschende Wirkung erzielen. Dieser Blütenstand bildet sich erst heraus, wenn die Pflanze den optimalen Lichtverhältnissen ausgesetzt wird (12 Stunden Licht, 12 Stunden Dunkelheit). Beginn der Herausbildung äußert sich dabei durch kleine weiße Fäden an den Nodien.

Diese sollen den Pollen der männlichen Hanfpflanze abfangen, was jedoch die Blüte der weiblichen Pflanze unterbricht. Da die Pollen auch über Kleidung etc. übertragen werden können, sollte beim Anbau eine strikte Trennung der Geschlechter erfolgen. Zusätzlich sollte mit Handschuhen gearbeitet und ein Kleiderwechsel vorgenommen werden. Nur so können die weiblichen Pflanzen geschützt werden.

Wer seine Growbox ausschließlich mit weiblichen Cannabispflanzen füllen möchte, sollte auf die Verwendung von Stecklingen zurückgreifen. Der Kauf von feminisierten Hanfsamen ist ebenfalls möglich, wird mit der Zeit aber etwas teuer. Weibliche Pflanzen bilden während der Blüte weit mehr THC als ihre männlichen Kollegen. Zudem übertrifft sie ihn auch in Größe und Masse.

Nach zweimonatiger Blütezeit ist die Pflanze bereit für die Ernte. Hier werden die Blüten mit Hilfe einer Schere von den Blättern entfernt. Ein aufwendiger Prozess, für qualitativ hochwertige Ernte jedoch zwingend erforderlich. Denn nur so kann das Weed sein Aroma vollends entfalten. Die übrig gebliebenen Blätter müssen natürlich nicht entsorgt werden, sondern können noch zu Haschisch weiterverarbeitet werden.

Wie sieht eine Cannabispflanze aus?

Hanf ist eine sehr charakteristische Pflanze, deren Erscheinungsbild stets wiedererkannt wird. Die Pflanzenblätter ähneln in der Form einer Hand und zeichnen sich durch den angesägten Rand aus. Die Anzahl der einzelnen Finger der Palmhände variiert, liegt aber meist zwischen fünf und zehn Stück. Zu Beginn des Wachstums haben die Blattpaare nur ein einzelnes Blättchen, die bekannte Form entwickelt sich erst später.

Die Cannabispflanze wächst hoch hinaus, die Blättchen Zahl nimmt zur Krone hin ab. Auch um die Blüten herum finden sich einzelne Blättchen. Während sich die Blätter an der Sprossachse stets zu zweit gegenüber liegen, wächst im oberen Bereich der Pflanze kein Blatt auf gleicher Höhe. Das Höhenwachstum variiert je nach Sorte zwischen 30 cm und 4 m. Sie können dabei einen festen Stängel haben oder wie ein Busch aus dem Boden wachsen. Die Blattfarbe ist entweder ein saftiges dunkelgrün, ein helles grün mit intensivem Rotstich. Der entscheidende Unterschied der Pflanzen liegt jedoch im Geschlecht.

Ist meine Pflanze weiblich oder männlich?

Die wichtigste Frage beim Cannabisanbau: ist die Pflanze weiblich oder männlich? Und welche Merkmale sind für den Unterschied verantwortlich? Die Cannabispflanze zeigt ihr Geschlecht zu Beginn der Blütephase, nach 10 bis 14 Tagen. Eine gründliche Untersuchung ist also ab den ersten Blütetagen erforderlich. Nur so können die speziellen Eigenschaften der Geschlechter rechtzeitig erkannt werden.

Männliche Hanfpflanzen kennzeichnen sich durch die Bildung grüner Kügelchen, die sich später zu einer Art “Glocke” verformen. Dabei handelt es sich um den Pollensack der Cannabispflanze. Er wächst an kleinen Zweigen zwischen den Blättern und hängt leicht nach unten. Die Männchen können nach ihrem Outing von den Weibchen getrennt, oder richtig entsorgt werden.

Bei den Weibchen bilden sich zunächst zwei kleine, weiße Fäden heraus, die sich später zu sogenannten “Buds” weiterentwickeln. Generell wachsen weibliche Pflanzen etwas langsamer und geben sich auch erst später als solche zu erkennen. Daher kann es auch passieren, dass eine männliche Pflanze vergleichsweise höher wächst, als der weibliche Hanf. So kann sie noch vor der Ausprägung der weiblichen Geschlechtsmerkmale als Männchen erkannt werden.

Eigenschaften von weiblichen und männlichen Hanfpflanzen

Der weibliche Hanf sieht nicht nur gesund aus, sondern verfügt auch über eine große Menge Äste und bildet in ihrem Erscheinungsbild eine vollständige Pflanze. Das Weibchen verfügt in der Blattachsel über eine kleine Kugel, aus der ein Haar herauswächst. Zudem wachsen bei der weiblichen Cannabispflanze, während der Blüte kleine Härchen an den Astspitzen. Diese Härchen entwickeln sich später zu Kraut.

Weibliche Hanfpflanzen bilden im Gegensatz zu ihren männlichen Kollegen mehrere Blütenkelche, die mit dünnen, weißen Haaren übersät sind, die nach Oben abstehen (in Richtung Licht). Diese Blüten enthalten das berauschende THC in hoher Menge. Charakteristisch für die weibliche Pflanze ist auch der harzige Blütenstaub, der sich in den ersten Tagen der Blüte zeigt. Er fällt auf die obersten kleinen Blättchen und bleibt dort kleben.

Eigenschaft der Weibchen in der Übersicht:

  • bilden mehrere Blütenkelche mit dünnen, weißen Haaren
  • Blüten enthalten eine hohe Menge THC
  • besitzen harzigen Blütenstaub
  • weiblicher Hanf sieht sehr gesund aus und ist hochgewachsen mit vielen Ästen
  • in der Blattachsel befindet sich eine Kugel, aus der ein Haar herauswächst
  • während der Blüte wachsen an den Astspitzen kleine Härchen, welche sich später zu Kraut entwickeln
  • weibliche Pflanzen wachsen langsamer als männliche

Eigenschaft der Männchen in der Übersicht:

  • besitzen einen Pollensack, der an kleinen Zweigen nach unten hängt (zwischen den Blättern)
  • der Pollensack ähnelt in seiner Form einer Glocke
  • männliche Pflanzen wachsen schneller als weibliche
  • Zwitterpflanzen

In einigen Fällen bildet eine Pflanze Merkmale für beide Geschlechter aus und wird als “Zwitter” bezeichnet. Sie ist für eine ertragreiche Ernte nutzlos und wird daher ebenfalls aussortiert. Es besteht aber die Möglichkeit, die Zwitterpflanze für die Samenproduktion zu nutzen.

Kann das Geschlecht beim Wachstum beeinflusst werden?

Einige Aspekte des Hanfanabaus können die Bildung von weiblichen Hanfpflanzen positiv beeinflussen. Die folgenden Angaben beziehen sich dabei auf Erfahrungswerte und geben keine Garantie für die Bildung von weiblichen Hanfpflanzen.

Erhöhte Luftfeuchtigkeit
Männliche Hanfpflanzen bevorzugen eine höhere Luftfeuchtigkeit als weiblicher Cannabis. Daher sollte die Luftfeuchtigkeit stets beobachtet und reguliert werden.

Beleuchtungsart
Speziell im Indoor Growing werden die Pflanzen Kunstlicht ausgesetzt. Das klassische NDL (erhöhter Rotanteil) einer Lampe begünstigt dabei das Wachstum der Männchen. Liegt aber der Blaulicht-Anteil höher, wird die Bildung von Weibchen begünstigt.

Stress
Stress kann die Entwicklung des Geschlechts stark beeinflussen. Sind die Pflanzen zu großem Stress ausgesetzt, bilden sich häufig “Zwitterpflanzen”. Außerdem wird die Bildung des männlichen Geschlechts begünstigt.

Dauer der Belichtung
Während beim Indoor Growing die Belichtungsdauer manuell beeinflusst werden kann, ist dies beim Outdoor Growing eher schwierig. Weibliche Pflanzen bilden sich eher bei einer kürzeren Beleuchtung heraus, männliche bei einer längeren Beleuchtung.

Temperatur
Höhere Temperaturen sollen die Bildung von männlichen Pflanzen begünstigen, während niedrigere Temperaturen für das Heranwachsen der weiblichen Form günstig sind. Dieser Aspekt hängt automatisch mit der Belichtungsdauer zusammen, da mehr Licht gleichzeitig für mehr Wärme verantwortlich ist.

Feuchtigkeit des Bodens
Die richtige Feuchtigkeit des Bodens spielt ebenfalls eine wichtige Rolle für die Bildung der weiblichen Form. Er sollte stets feucht sein und nicht zu trocken. Dabei spielt es keine Rolle um welchen Boden es sich handelt.

Die optimale Umgebung für die weibliche Hanfpflanze:

  • Versorgung mit Stickstoff, Phosphor und Kalium in einem ausgewogenen Verhältnis
  • Die optimale Temperatur liegt zwischen 18 und 20 Grad Celsius
  • Metalldampflampen verwenden, da diese einen höheren Blaulicht-Anteil besitzen
  • Luftfeuchtigkeit sollte bei circa 70 Prozent liegen

Was tun, wenn die weibliche Pflanze bestäubt wurde?

Anzeichen der Bestäubung

Wenn die weibliche Hanfpflanze bestäubt wurde, wachsen die sogenannten Deckblätter an. Diese sollen die weiblichen Fortpflanzungsorgane schützen, also die Stellen, an denen die Knospen erscheinen. Die Deckblätter sollten nicht mit den Blütenkelchen verwechselt werden. Um eine mögliche Bestäubung zu erkennen, müssen die Deckblätter geöffnet werden. Befindet sich darunter ein Samen, wurde die Cannabispflanze bestäubt.

Zudem kann man eine bestäubte Pflanze an der Farbe des Blütenstempels erkennen. Im Falle einer Bestäubung nehmen die weißen Härchen eine dunklere Farbe an und werden zudem schnell runzlig.

Wie kann die Bestäubung verhindert werden?

Für die Bestäubung ist die gleichzeitige Anwesenheit von weiblichen und männlichen oder zwittrigen Pflanzen erforderlich. Bei den zwittrigen Pflanzen handelt es sich in der Regel um Weibchen, die eigene Pollen bilden. Um eine Bestäubung zu verhindern, müssen alle männlichen oder zwittrigen Pflanzen von den Weibchen getrennt werden. Das rechtzeitige Erkennen der Geschlechter ist vor allem in den ersten drei Wochen der Blütephase wichtig.

Für den klassischen Cannabisanbau ist es nicht erforderlich, die männlichen Pflanzen zu behalten. Wer sie dennoch großziehen möchte, sollte sie strikt von den Weibchen trennen. Nur so kann eine versehentliche Bestäubung verhindert werden. Wurden die Weibchen dennoch bestäubt, können sie ebenfalls nur entfernt und ein neuer Grow gestartet werden.

Das Problem der Bestäubung eindämmen

Natürlich kann das Problem der Bestäubung von weiblichen Hanfpflanzen bereits zu Beginn des Anbaus verhindert werden. Mittlerweile sind für fast alle Sorten feminisierte Samen erhältlich. Diese entwickeln sich in der Regel zu weiblichen Pflanzen, was den ertragreichen Anbau enorm erleichtert. Das überprüfen der Geschlechter ist nicht mehr erforderlich, da keine Männchen heranwachsen.

Wir von Hello Hemp unterstützen keinerlei illegale Tätigkeiten, obwohl wir die Seite von Legalisation nehmen. Für rechtliche Regelungen der Cannabis Anbau und etc. klicke hier.

You May Also Like

sativa

Indica-Sorten anbauen – Worauf du achten musst

indica

Sativa-Sorten anbauen

Sea of Green (SOG) Methode für Cannabis züchten

Cannabis mit Screen of Green (SCROG) Methode züchten

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *