cannabis blüte

Cannabis Vorblüte – Geschlecht bestimmen und Blüte einleiten

Cannabis anbauen – Geschlecht erkennen

Der Anbau unter freiem Himmel ist ideal, jedoch risikoreich. Die Kosten werden niedrig gehalten im Vergleich zum Indoor-Anbau. Es können größere Flächen genutzt werden; viele Gründe, die für den Anbau draußen sprechen. Allerdings sind nicht alle Flächen geeignet. Die Pflanze bevorzugt Sonne, daher sollte die Fläche unter diesem Gesichtspunkt gewählt werden. Die Anbaufläche muss gut geschützt sein, Cannabis ist vom Geruch her leicht zu bestimmen, es könnten daher ungewollte Besucher auftauchen und ernten. 

Feminisierte Hanfsamen werden bevorzugt für den Anbau verwendet. Darüber hinaus werden reguläre Samen verkauft, die allerdings zu 50 % männlich und zu 50 % weiblich sein können. Für den Züchter sind daher feminisierte Hanfsamen optimal. Für den Einsteiger ist es irritierend, dass es verschiedene Cannabis-Arten gibt. Welche Art ist nun empfehlenswert? Diese Frage wird dem Käufer überlassen und die Antwort ebenfalls. 

Vorblüte

Schon nach 4 -6 Wochen Wachstum ist das Geschlecht erkennbar. Weibliche Pflanzen mit den Blüten und Blättern sind für den Konsum bestimmt. Es gibt männliche und weibliche Pflanzen und sogenannte Zwitter, die beides sind. In der Vorblühzeit ist das Geschlecht bereits erkennbar. Die Vorblühzeit dauert ungefähr eine oder zwei Wochen. Jetzt sollte sich der Züchter entscheiden, ob das Blühen der Pflanzen eingeleitet werden soll oder das Wachstum wird fortgesetzt. Das längere Wachstum sorgt für größere und kräftigere Pflanzen. Die Knospen der früh blühenden Pflanzen treten im sogenannten V-förmigen Bereich auf. Das bedeutet am Stamm oder am Zweig der Pflanzen. Das Licht beeinflusst das Wachstum. 

Die Blütezeit und die Frühblütezeit sind davon abhängig, ob die Pflanzen drinnen oder draußen gezüchtet werden. Pflanzen, die draußen wachsen, sorgen für langsameres Blühen und Vorblühen. Die in Gewächshäusern befindlichen Pflanzen, die kontinuierlich mit Licht in regelmäßigen Abständen berührt werden, blühen schneller und früher. In der Blüte benötigt die Pflanze mehr Magnesium. Die draußen wachsende Pflanze wird mit Düngekalk versorgt. Die im Indoorbereich lebende Pflanze bekommt Magnesiumsalz, meist mit dem Gießwasser. Für den Züchter ist es relevant, wie hoch der THC-Gehalt der einzelnen Pflanze ist. In männlichen und weiblichen Pflanzen ist THC enthalten, wobei die männlichen Pflanzen nur geringe Mengen präsentieren. Die Blütenreife ist für den Fachmann an der Farbe der Stempel und Drüsen zu erkennen. Vor der Ernte ist es nicht sinnvoll, Kunstdünger oder dergleichen einzusetzen. 

Es ist bei einigen Pflanzen durchaus möglich, das Geschlecht schon nach drei Wochen zu erkennen. Schon winzige Knospen lassen das Geschlecht schließen, oft wird mit einer Lupe genauer geschaut. Mit bloßem Auge sind die Merkmale kaum zu sehen. Die männlichen Pflanzen sind an den hängenden Pollensäcken zu erkennen. Anfangs sehen diese wie grüne Schoten aus, um danach gelb zu werden. Die Pollensäcke platzen, und die Pollen entfalten sich. Für den Züchter ist es ratsam, diese Pflanzen zu entfernen. Cannabis bestäubt sich selbst, sodass die männlichen Pflanzen vor der Bestäubung aussortiert werden sollten. Der blühende weibliche Pflanzenteil ist erkennbar durch kleine weiße Härchen, in der Fachsprache bekannt als „Griffel“, die am Stamm der Pflanze bemerkbar sind. Für die Herstellung von Haschisch oder auch Marihuana sind ausschließlich weibliche Pflanzen von Bedeutung. Weibliche Pflanzen blühen in der Regel etwas später als männliche Pflanzen. 

Das Geschlecht der Pflanzen ist von vielen Faktoren abhängig

Die Pflanzen reagieren empfindlich auf die Umwelt und anderen Einflüssen: 

  • Stress
  • Vermehrte Luftfeuchtigkeit
  • Bodenfeuchte
  • Temperatur

Mit Stress sind negative Umwelteinflüsse gemeint, wie beispielsweise eine Hitzewelle. Zu viel Regen ist auch nicht so positiv, denn wenn die Pflanzen überwässert sind, kann dieser Umstand ebenfalls Stressbedingungen herbeiführen. Es ist für den Züchter zu berücksichtigen, dass zu viel feuchte Luft mehr männliche Pflanzen hervorbringt. Zu wenig Bodenfeuchte sorgt ebenfalls für mehr männliche Pflanzen. Auf die Umgebungstemperatur ist zu achten, denn einfach ausgedrückt, je wärmer die Luft ist, desto häufiger gibt es männliche Pflanzen. Weniger Wärme sorgt für weibliches Wachstum. Beim Anbau drinnen im Gewächshaus sind weibliche Pflanzen häufiger anzutreffen. Direktes Rotlicht in Verbindung mit einer längeren Beleuchtungsdauer begünstigt allerdings das männliche Wachstum. 

Warum ist die Bestimmung des Geschlechts der Pflanze so wichtig für den Züchter

Das Besondere an dieser Pflanze ist, dass der Züchter nur von weiblichen Pflanzen profitiert. Die männlichen Pflanzen sind für die Bestäubung notwendig, danach werden die männlichen Pflanzen in der Regel vernichtet. Die blühende weibliche Pflanze sorgt für das Harz, welches über die begehrten Trichome verfügt, die das Cannabinoid beinhalten. Das Gleichgewicht der männlichen und weiblichen Pflanzen ist in der Natur mit fünfzig zu fünfzig zu finden. Schlechte Umweltbedingungen, die zu Stress bei den Pflanzen führen, bringen häufig „Zwitter“ hervor, die natürlich für den Züchter nicht gerade als optimal empfunden werden. 

Die Blütezeit ist für den Züchter von größter Wichtigkeit. Die männlichen Pflanzen werden endgültig aussortiert. Eigentlich sollte diese Aussortierung vorher erfolgen, aber es bleiben meist einige Nachzügler, die nun endgültig entfernt werden. Der 12/12 Beleuchtungszyklus sorgt für die volle Entfaltung der Seitentriebe und Blätter. Die Pflanzen blühen weiter, wenn sie nicht bestäubt werden. Die stetige Produktion von THC ist gewährleistet. Es ist darauf zu achten, dass die Pflanzen während der zwölfstündigen Beleuchtung in der dunklen Zeit keinerlei Licht erhalten. Die Pflanzen müssen völlig abgedunkelt sein. 

Probleme, die während der Vorblühzeit auftreten können

Zu viel Licht ist schädlich, häufig passiert es bei Indoor-Pflanzen, dass die Pflanzen, die in der Nähe des Lichts stehen nicht so gedeihen, wie die Pflanzen, die weiter entfernt wachsen. Der Abstand zu den Leuchtmitteln darf keinesfalls zu nahe sein. Verfaulte Wurzeln entstehen, wenn die Pflanzen in Gefäßen wachsen. Die Pfützen, die sich unten an den Wurzeln bilden, sorgen für verfaulte Wurzeln. Es ist daher sinnvoll, die Pflanzen auf ein Gitter zu stellen. Die Luftfeuchtigkeit ist ebenfalls ein Faktor, der dazu führt, dass die Pflanze die Blätter hängen lässt. Frische eingesetzte Stecklinge sind besonders gefährdet. Die Wurzeln der Pflanzen können leicht anfaulen. Wenn die Wurzeln über zu viel Wärme verfügen, kann ebenfalls eine Schädigung auftreten. Übergroße Hitze ist grundsätzlich zu vermeiden. Große ausgewachsene Pflanzen können durchaus mit hohen Temperaturen fertig werden, wenn die Wurzeln verholzt sind, sind die Probleme nicht mehr so gravierend. 

Blütezeit einleiten

Die Vorblühzeit ist unabhängig von der eigentlichen Blühzeit. Die Blütezeit kann vom Züchter eingeleitet werden. Es besteht die Möglichkeit, dass die Pflanzen bis zu 12 Jahren leben. Eine der Voraussetzungen ist genügend Licht. Letztendlich hat sich die Pflanze zu einem Busch entwickelt. Irgendwann werden keine Seitentriebe mehr gebildet, sondern nur noch Blätter, wobei abgestorbene Blätter zeitnah durch neue Blätter ersetzt werden. Wer also nicht unverzüglich die Blütezeit einleitet, erhält größere Pflanzen, die lange Jahre Blätter tragen. Wer jedoch schneller ernten will, wird umso rascher die Blütezeit einleiten. Wenn die Pflanzen früh blühen, können mehr Pflanzen gezüchtet werden. Große kräftige Pflanzen benötigen selbstverständlich reichlich Platz. 

Die Frage erhebt sich nun, wie genau wird die Blütezeit eingeleitet? Der einfache Schritt ist, die Beleuchtungszeit von 18 Stunden auf nunmehr 12 Stunden zu reduzieren. Die reduzierte Beleuchtung gibt den Pflanzen die Voraussetzung, mit dem Blühen zu beginnen. Der 12-Stunden-Rhythmus muss unbedingt eingehalten werden, 12 Stunden Dunkelheit, 12 Stunden Licht. Der Umschaltzeitpunkt muss ebenfalls immer zur gleichen Zeit realisiert werden. Was ist, wenn die Pflanzen gleich blühen, bevor die Vorblüte realisiert ist? Das ist purer Stress für die Pflanze, also keinesfalls ratsam. Die Natur sollte lieber selbst entscheiden, wann die Pflanze Lust hat zu blühen, früher oder später. Weibliche Pflanzen, die jahrelang Nutzen erbringen sollen, werden von vielen Züchtern 24 Stunden dauerhaft beleuchtet. 

Was geschieht, wenn der Züchter die Vollblütezeit vor der Vorblütezeit einleitet? Diese Idee ist nicht gut, denn es wird keine reichhaltige Ernte geben, die Pflanze hat mit Stress zu kämpfen. Nun können statt der wertvollen weiblichen Pflanzen Zwitter entstehen. Das Wachstum der Knospen kann komplett durcheinanderkommen. Wie die Bezeichnung schon richtig ist, die Vorblütezeit muss logischerweise vorher geschehen, bevor die Blütezeit eingeleitet wird. 

Es ist durchaus möglich, dass die Blüte schimmelt. Meistens trifft es die größten Cannabisblüten. Die Knospen schwitzen, leider auch das Innere der Knospen. Die Feuchtigkeit kann nicht schnell so schnell entfernt werden, sodass sich Schimmel bildet. Ein Luftentfeuchter ist in diesem Falle angebracht. Die Luft darf grundsätzlich nicht zu feucht sein. 

Woran ist die bestäubte weibliche Pflanze zu erkennen

Bestäubte weibliche Pflanzen sind nicht optimal, denn die Kraft der Pflanzen geht auf die Samenbildung, statt auf das Heranwachsen der wertvollen Blätter. Die Deckblätter wachsen an, das ist ein Zeichen der Bestäubung, also an den Stellen, an denen die früh blühenden Knospen erscheinen sollen. Deckblätter sind leicht mit den Blütenkelchen zu verwechseln. Um ganz sicher zu sein, ist es empfehlenswert, die Deckblätter zu öffnen. Wenn sich Samen in den Deckblättern befinden, ist die Pflanze bestäubt. Die Farbe der Blütenstempel gibt häufig auch einen Hinweis auf die Bestäubung. Die erwähnten weißen Härchen sind runzlig und recht dunkel. Daher werden die männlichen Pflanzen nach der Geschlechtsbestimmung entfernt. Die bestäubten weiblichen Pflanzen werden meist mit den männlichen Pflanzen entfernt. Der Züchter setzt die Pflanzen an weit entfernten Stellen ein. Häufig werden die Pflanzen einfach vernichtet. Eine Möglichkeit ist, nur feminisierte Samen zu kaufen. Es sollte sich unter diesen Samen kein männliches Exemplar finden. Die weibliche Pflanze wächst üppiger und verfügt über mehr Zweige. 

Unterschiedliche Cannabissorten sind auch unterschiedlich im Wachstum

Wie bereits erwähnt, gibt es vielfältige Arten von Hanf. Allerdings sind die Entwicklungsstufen ebenfalls verschieden. Die Blütezeiten bei der Indicas beispielsweise sind 6 Wochen, während die Sativas 20 Wochen benötigt. Wenn sich die Blütezeit dem Ende zuneigt, ist auf die Luftfeuchtigkeit zu achten. Leicht kann sich nun Schimmel bilden. Während der Blütephase kommt es zu einer wahren Explosion nach ungefähr 4 Wochen, der nächste starke Blütenschub kommt nach 8 Wochen. Wenn Pflanzen reif sind, werden die weißen Härchen braun, jetzt ist darauf zu achten, dass die Knospen nicht faulen. 

Wer eine gute Ernte wünscht, benötigt ausschließlich weibliche Pflanzen. Wer züchten will, muss allerdings die männlichen Pflanzen verwenden. Zwitter sind jedoch in keinem Fall verwendbar. Vor der Blütephase ist eine Geschlechtsbestimmung kaum möglich. Sogar Experten sind sich unsicher vor der Vorblühzeit, irgendwelche Merkmale zu entdecken. Der Pflanzenwuchs kann manchmal Auskunft geben. Männliche Pflanzen sind spärlicher und höher wachsend. Die Zweige wachsen unregelmäßig. Die Pflanzen weisen weniger Blätter auf. 

Was kann man mit den männlichen Pflanzen anfangen

Zum Züchten eignen sich die männlichen Pflanzen natürlich hervorragend. Die Fasern der Pflanze werden häufig genutzt, wobei die Fasern der männlichen Pflanze wertvoller sind als die der weiblichen Pflanze. Hanffasern werden für die Herstellung unterschiedlicher Textilien verwendet, wie Tischdecken, Tücher oder sogar Bettwäsche. Die Blätter der männlichen Pflanze wurden in früheren Zeiten als Pestizide und Insektenschutzmittel verwendet. Heutzutage gelten die männlichen Pflanzen als Mückenschutz. 

Fazit

Vielfältige Samen und unterschiedliche Pflanzen erschweren die Bestimmung des jeweiligen Stadiums der Pflanze. Bei einigen Sorten geht die Vorblühzeit und die Blühzeit ineinander über, sodass die Geschlechtsbestimmung erschwert ist. Die Wachstumsphasen erstrecken sich von der Anzuchtphase zur Wachstumsphase. Die Wachstumsphase wird auch als vegetative Phase bezeichnet, erst nach dieser Entwicklungsstufe beginnt die Vorblühzeit. Das Wichtigste bei der Züchtung von den Hanfpflanzen ist die Geschlechtsbestimmung. Von diesem Faktor hängt die Ernte ab. Es gibt drei Möglichkeiten: 

  • Weibliche Pflanzen sind an kleinen weißen Härchen erkennbar
  • Männliche Pflanzen sind an den Pollensäckchen zu erkennen
  • Zwitter hingegen verfügen über männliche und weibliche Merkmale

Der strikte Beleuchtungszyklus muss während der Blütezeit peinlich genau eingehalten werden. Es ist ersichtlich, dass die Pflanzenaufzucht von Hanf nicht gerade einfach ist. Viele komplizierte Abläufe und die Beobachtung der Pflanzen sind zeitaufwendig und kompliziert. Hanf draußen anzubauen, ist ebenfalls mit Schwierigkeiten verbunden, denn die Witterung spielt eine große Rolle, um Erfolg bei der Züchtung zu haben. Die Komplexität des Hanfanbaus ist nicht für jeden begeisterten Züchter geeignet. Unvorhergesehene Probleme können die gesamte Ernte zerstören; was bereits bei der Geschlechtsbestimmung beginnt. Wenn nur einige männliche Pflanzen bei den weiblichen Pflanzen bleiben, kann ein Großteil der Ernte hinfällig sein. Die Kosten für die Dauerbeleuchtung und anderweitige Ausgaben sind ebenfalls zu kalkulieren. Der Anbau draußen ist vielleicht nicht so mühsam, die Ernte allerdings entsprechend geringer. Die Pflanzen, die innen gezüchtet werden, sind sozusagen unter Aufsicht. Draußen können Pflanzen gestohlen werden, dieses Risiko sollte auch nicht unberücksichtigt bleiben. Somit bleibt die Zucht indoor empfehlenswert. Die Blütezeit darf nicht zu früh eingeleitet werden, das schadet den Pflanzen ebenfalls.

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