Cannabis-Erntezeit – Wann soll ich mein Hanf ernten?

Guerilla-Gärtner mit Geduld

Die Cannabispflanze ist in weiten Kreisen der Bevölkerung nicht beliebt. Die THC-haltigen Pflanzen sind in Deutschland verboten. Doch gibt es in Deutschland viele Hobbygärtner, die sich auf den Anbau dieser einen Pflanze beschränken. Nur durch eigenen Anbau kann man wirklich sicher sein, ein Produkt von guter Qualität zu erhalten. 
Dann ist es endlich soweit und die Pflanzen sprießen. Bei sorgsamer Pflege schießen sie in die Höhe. Doch woran erkennen die Guerilla-Gärtner, wann es Erntezeit ist? Wann bekommt man gutes Cannabis? 
Einige Fehler müssen vermieden werden: 

  • Die Erntezeit darf nicht zu früh oder zu spät stattfinden, sonst wird der THC, CBD und Cannabinoidgehalt verringert. Außerdem nehmen das Gewicht und die Aromen ab. 
  • Falls die Ernte falsch getrocknet oder gelagert wird, können Fäulnis- oder Schimmelprozesse einsetzen.
  • Man muss wissen, was zu Ernten ist. Ansonsten können wertvolle Pflanzenbestandteile entsorgt werden.

Gut Ding will Weile haben

Als Grower braucht man etwas Geduld, bis endlich die Erntezeit für Cannabis gekommen ist. Dieser lässt sich nicht genau festlegen. Wann geerntet wird, liegt auch an der genauen Sorte und den Anbaubedingungen. Die Ernte sollte stattfinden, bevor die Pflanze beginnt, das THC wieder abzubauen. 

Vor der Ernte sind auch schon einige Dinge zu beachten: 

  • Etwa zwei Wochen vor der Ernte sollte die Pflanze nicht mehr gedüngt werden, ansonsten besteht die Gefahr, dass gesundheitsschädliche Düngerrückstände in der Pflanze verbleiben.
  • Zwei Tage vor der Ernte sollten die Pflanzen nicht mehr gegossen werden. Außerdem sollte ihnen nach Möglichkeit das Licht entzogen werden. So können die Pflanzen schon etwas vortrocknen und die THC- Produktion wird angeregt.

Das Geheimnis der Trichome

Der Indikator, wann die Pflanze reif ist, sind die Trichome, also die Harzdrüsen oder vereinfacht gesagt, die feinen Härchen. Diese sind anfangs durchsichtig und wechseln dann zu grau. Schließlich werden sie grau und wieder graubraun. 
Der Schlüssel zu einem guten Cannabisprodukt sind diese Trichome. Um sie gut analysieren zu können, sollten sie mit einem Taschenmikroskop mit 60 bis 100-facher Vergrößerung betrachtet werden. Es ist wichtig, dass sie regelmäßig beobachtet werden, denn nichts ist ärgerlicher, als den perfekten Erntezeitpunkt zu verpassen. Am besten sollte damit schon sechs Wochen nach Beginn der Blüte begonnen werden. Ab dann ist eine tägliche Kontrolle der Trichome zu empfehlen. 
Die feinen Pflanzenhärchen haben einen Stiel und eine kleine Kugel am Ende. Diese Kugel ist das Geheimnis für ein gutes Produkt. 
Ist die Farbe dieser Kugel durchsichtig, so ist es viel zu früh für die Ernte. Sobald sie grau werden, steigt langsam der THC- Gehalt. Doch nun wird das High kopflastig ausfallen. Die stonende Wirkung ist hier noch nicht erreicht. Werden die Kugeln braun, wird das Produkt körperlastig werden. Erst, wenn dann wieder graue Härchen dazu kommen ist der THC-Gehalt am höchsten. Die meisten Konsumenten bevorzugen dieses Stadium der Pflanze für die Ernte. 
Wird danach geerntet, steigt zwar der Ertrag noch etwas, aber das THC wird wieder abgebaut. Das Produkt wird wieder minderwertiger. 

Nun liegt es an dem Konsumenten, welche Wirkung erzielt werden soll. 
Wird eine kopflastige Wirkung erwünscht, sollte geerntet werden, wenn die Härchen grau und milchig sind. So bekommt man ein klares High. 
Wenn ein Produkt mit stonender Wirkung das Ziel ist, solltest Du noch etwas warten. Sehr beruhigend wird das High erst wirken, wenn das Verhältnis der grauen und braunen Härchen etwa 50% ist. 
Nun kann das Produkt geerntet werden. In Kombination mit der richtigen Ernte- und Trocknungsmethode steht dann dem Genuss nichts mehr im Weg

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