Cannabis richtig trocknen – Tutorial für Einsteiger

Es scheint so, als wäre das Trocknen von Marihuana sehr einfach. Doch das Trocknen von den Blüten, die geerntet wurden, kann mitunter der Anfang vom Ende sein. Von den meisten Hobby-Growern wird das Trocknen bzw. Fermentieren einfach nicht ernst genommen. Doch der Geschmack und die Qualität sowie das Aroma hängen stark von dem Trocknungsprozess ab. Durch den Wasserverlust büßt man zwar einiges an Gewicht und Volumen ein, doch auch die Qualität und die Potenz werden dadurch gesteigert. Für Cannabis, das wohlschmeckend ist und einen idealen Rauschgenuss verspricht, muss auch ein gewissenhaftes Trocknen her. Doch das Trocknen von Cannabis gleicht einer Wissenschaft. Worauf muss man genau achten? Welche Hilfsmittel sollte man verwenden und wozu soll man Cannabis eigentlich trocknen? 

Weshalb sollte man Marihuana eigentlich trocknen? 

Die Qualität

Es gibt zahlreiche Gründe, weshalb man Cannabis trocknen sollte. Vor allem kann die Wirkung von Marihuana durch eine Trocknung verbessert werden. Auch der Geschmack wird intensiviert und die Verarbeitung erleichtert. Wer Marihuana richtig trocknet, erhöht auch den Gehalt von THC. Das Wasser in den Blüten verdunstete durch eine gute Trocknung. Die Wirkung wird dadurch effektiver. Auch der Verbraucher benötigt daher deutlich weniger von der Substanz, um den gewünschten Rausch erleben zu dürfen. Dennoch ist das richtige Trocknen vor allem für Anfänger alles andere als leicht. Wenn die Blüten durch eine geringe Luftfeuchtigkeit zu schnell trocknen, leiden auch die Qualität, die Wirkung und der Geschmack. Wer jedoch alle Faktoren beachtet, wird gute Ergebnisse erzielen. Der Aufwand lohnt sich, also in jedem Fall! 

Die Schimmelgefahr

Wer gute Ergebnisse bei der Trocknung erzielen möchte, benötigt auch die passenden Räumlichkeiten und Umgebung. Darüber hinaus darf die maximale Luftfeuchtigkeit nur rund 50 Prozent betragen. Wer auf einen ordentlichen Trocknungsprozess setzt, darf später auch hervorragende Ergebnisse erwarten. Sollte es zu einem zu hohen Feuchtigkeitsgrad kommen, kann das Marihuana bei der Lagerung schnell zu schimmeln beginnen. Die Feuchtigkeit wird mit der Zeit vom Inneren der Blüten schnell nach außen wandern und kann somit auch in einer verschlossenen Verpackung Schimmel bilden.

Einzigartiges Raucherlebnis

Man kann sagen, dass Cannabis ohne die richtige Trocknung praktisch wertlos ist, denn dann ist der Geschmack modrig. Das Inhalieren löst ohne Trocknung ein starkes Kratzen im Hals aus. Der fruchtige, typisch harzige Geschmack kann bei feuchtem Marihuana nicht erzielt werden. Auch eine Verbrennung in der Pfeifer oder im Joint kann nur schwer realisiert werden. Die Trocknung ist daher entscheidend!

Die Hilfsmittel 

Damit Marihuana perfekt getrocknet werden kann, benötigt man die passende Ausrüstung. Zudem brauchen auch die Räumlichkeiten die richtige Luftfeuchtigkeit und Temperatur. Nur dann können die besten Ergebnisse gewährleistet werden. Unterschiedliche Utensilien werden dabei je nach Raum und Klima benötigt. Die Räume sollen eine Fläche von rund 5 m² aufweisen, damit diese kontrollierbar bleiben.

Das Trocknen von Indoor Marihuana 


Geht es um die Trocknung der Indoor-Ernte können die Räume vom Anbau schnell umgebaut werden, damit sie für die Trocknung genutzt werden können. Benutzen kann man einen Raum, den Schrank oder auch den Dachboden. Mit ein paar Meter Wäscheleine kann auf dem Dachboden beispielsweise schnell für den ausreichenden Platz gesorgt werden, um die Blüten luftig aufzuhängen.

Mit einem sogenannten Hygrometer kann die Luftfeuchtigkeit jederzeit kontrolliert werden. Ventilatoren und Wasserschüsseln können noch nachhelfen. Auch die Ent- und Belüftung mit Filtersystem reich mit Sicherheit aus. Nachbarn werden durch den entstehenden Geruch dadurch nicht belästigt und aufmerksam gemacht. Auch ein alter Schrank kann schnell umgerüstet werden. Kleine Ventilatoren können schnell eingebaut werden, wodurch sich auch auf diese Art und Weise kleinere Ernteerträge trocknen lassen. Natürlich sollte man jedoch auch in diesem Fall mit einem Hygrometer arbeiten, damit die Luftfeuchtigkeit überwacht werden kann. 

Das Trocknen von Outdoor Marihuana


Bei Outdoor Growern werden meist keine geeigneten Räume für die Trocknung der Ernte vorhanden sein. Durch größere Kisten oder einem Schrank, kann man sich dennoch helfen. Auch diese können mit Computer Lüftern ausgestattet werden, damit man die passende Belüftung erhält. Natürlich sind auch in diesem Fall Dachböden, Schuppen oder die Garage bestens geeignet. Die Luftfeuchtigkeit muss in jedem Fall im Auge behalten werden. Auch der Einfall von Sonnenlicht muss unterbunden werden, denn durch die Sonne wird das gewünschte THC in der Ernte zerstört. Natürlich können die Buds auch in einer Kiste getrocknet werden. Dies könnte jedoch etwas schwierig sein, da die Buds mehrmals am Tag gewendet werden müssen, damit kein Schimmel entsteht. 

Kleiner Tipp am Rande
Damit man beim Outdoor Growing einen bessere Geschmack erhält, sollte man das Cannabis bereits 2 Wochen vor der Ernte mit destilliertem Wasser bewässern. Schädliche Stoffe, die aus der Umwelt sowie von Düngemitteln stammen, können auf diese Art und Weise herausgewaschen werden. Dadurch erhält man ein besseres Aroma und einen besseren Geschmack. Beim Indoor Anbau reichen 5 Tage vor der Ernte aus. Wer 2 Tage vor der Ernte auf die Bewässerung komplett verzichtet, kann den Trocknungsprozess um einige Tage verkürzen. 

Besondere Growboxen

Auch Growboxen findet man für die Trocknung von Marihuana. Diese sind bereits mit Abluftventilatoren ausgerüstet. Die Frischluftzufuhr kann durch sie besonders einfach kontrolliert werden. Zudem hat man immer eine gute Kontrolle der Luftfeuchtigkeit, die stets zwischen 30 und 55 Prozent liegen sollte. Wer dies erreicht, wird keinen Schimmel erleben müssen! Die Temperatur soll außerdem zwischen 15 und 22 Grad liegen. In diesem Fall können die Buds besonders gut trocken werden und die Qualität wird nicht darunter leiden. 

Wie funktioniert das Trocknen am besten 
Wie lange die Trocknung tatsächlich benötigt, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. So hängt die Trocknungsdauer beispielsweise von der Umgebung sowie von dem Volumen der Buds ab. Man benötigt daher Geduld und sollte sich in jedem Fall Zeit lassen. Ein zu schnelles Trocknen beeinflusst die Qualität, denn wichtige Prozesse, die entscheidend für den Geschmack und die Wirkung sind, werden dadurch verhindert. Gutes Gras sollte reifen können, so wie ein guter Wein auch. 

Das Licht und die Belüftung 
Der Abbau von Chlorophyll ist ein wichtiger Grund, Marihuana lange genug zu trocknen. Marihuana muss mindestens 7 bis 14 Tage ohne Licht behandelt werden. Das Chlorophyll sowie andere Pigmente können einen schlechten Geschmack verursachen und beeinflussen auch die gewünschte Wirkung. Eine Blüte, die bereits ausreichend getrocknet ist, soll rund 75 Prozent des Erntegewichts verloren haben. Durch diesen Wert kann der Stand des Trocknungsprozess jederzeit überprüft werden. Aus diesem Grund gilt: Lieber etwas länger Zeit nehmen und das Gras richtig trocknen, damit es zu keiner Schimmelbildung kommt und die Qualität nicht eingebüßt werden muss! 

Auch die Belüftung soll in den Räumen nicht auf die Buds direkt ausgerichtet sein. Dadurch kann eine schnelle Trocknung verhindert werden. Nicht nur die Luftfeuchtigkeit muss täglich überprüft werden, sondern auch auf Schimmel sollte man das Gras jeden Tag kontrollieren. Sollte man eine von Schimmel befallende Blüte erkennen, kann der Rest durch ein großzügiges Ausschneiden gerettet werden. 

Absinken darf die Luftfeuchtigkeit nicht zu stark. Mit einer Schüssel Wasser kann man diesem Problem entgegenwirken. Dadurch kann die Luftfeuchtigkeit stabil gehalten werden. Auch alle unnötigen Blätter sollten vor dem Aufhängen und Trocknen entfernt werden. Weshalb? Weil dieses Vorgehen die Pflanzenbestandteile für die Trocknung reduziert. Erhalten bleiben sollen jedoch die Äste und Stängel für das Aufhängen. Zwischen den einzelnen Blüten soll beim Aufhängen stets etwas Luft gelassen werden. Sobald die Stängel ein knackendes Geräusch beim Brechen erzeugen sind die Blüten ausreichend getrocknet.

Fermentieren und die Lagerung
Wer wirklich erstklassiges Cannabis erhalten möchte, kann dies nur durch das Fermentieren erreichen. Nur dann kann Marihuana ein perfektes Geschmackserlebnis gewährleisten. Nach der Trocknung können die Blüten ohne Problem geraucht werden, doch im Hals wird es dennoch kratzen. Für den perfekten Genuss muss das Cannabis fermentiert werden. Dies steigert die Wirkung und den Geschmack. Die Qualität wird somit deutlich erhöht. 

Nach der Trocknung können die Buds in einer luftdichten Box aufbewahrt werden. Auch Einweg-Gläser eignen sich für die Aufbewahrung. Zu beahten ist jedoch, dass die Behälter nicht vollgestopft werden sollten. Aufbewahrt sollten die Behälter an einem dunklen Ort ohne Lichteinfluss werden. Die Temperatur sollte rund 15 bis 22 Grad betragen. Täglich muss mindestens 2 Mal für einen guten Luftaustausch gesorgt werden. Dieser Austausch sollte rund 20 Minuten andauern. Die Blüten können dabei vorsichtig gewendet werden. Dabei wird das Chlorophyll durch Fermentieren abgebaut. Das Gras verleirt dadurch seine grüne, frische Farbe und die kratzigen Säuren werden ebenfalls umgewandelt.

Bei der Lagerung von fertigen Buds sollte man ebenfalls auf einen dunklen und kühlen Aufbewahrungsort achten. Der Kühlschrank eignet sich hierfür am besten. Die Lagerbox bzw. das Glas muss ebenfalls täglich gelüftet werden, damit sich keine Pilze, Sporen und Mikroorganismen bilden können. 

Fazit 
Cannabis wird erst dann zu gutem Marihuana, wenn auch die Trocknung auf die richtige Art und Weise vollzogen wird. Dabei gibt es einige wichtige Punkte, die beachtet werden müssen. Auch die Lagerung sollte genau geplant sein, denn das Marihuana benötigt einen dunklen, kühlen Ort zur Aufbewahrung. Wer diese Punkte beachtet, darf sich auf eine hohe Qualität von Marihuana freuen und somit einen einzigartigen Geschmack und ein ganz besonderes Aroma erleben. Für die Trocknung sollte man sich in jedem Fall ausreichend Zeit lassen. Ein zu schnelles Trocknen ist keine gute Idee, denn dies kann nicht nur zur Minderung des Aromas führen, sondern zeigt sich auch im Geschmack. Auch bei Marihuana gilt also: Gut Ding braucht Weile!

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